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Ab 1.06.18. Neuer Kurs !! Kickboxing!

Neuer Kurs: Boxfitness Training für Kinder von 6 bis 9 Jahre! Anmeldungen  unter Kontaktformular oder Tel. möglich.

Trainingszeiten Boxen

Wochentag Kurs 1 Kurs 2 Freies Training
Montag 16:30-18:30 18:30-20:30 08:00-22:00 
Dienstag 16:30-18:30    08:00-22:00
Mittwoch 16:30-18:30 18:30-20:30 08:00-22:00
Donnerstag 16:30-18:30    08:00-22:00
Freitag 16:30-18:30 18:30-20:30 08:00-22:00
Samstag     09:00-21:00
Sonntag     09:00-21:00

 

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Boxfitness Training für Kinder von 6 bis 9 Jahre

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Donnerstag   15:30-16.30  

 

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News !!!

Olympisches Boxen am 25. August 2018 in Neuwied

Am 25. August veranstaltete das Medicon Sport-und Gesundheitszentrum Neuwied die erste Fightnight im olympischen Boxen in der neuen Medicon-Halle. Etwa 300 Besucher verfolgten die Kämpfe, bei denen auch drei Gießener Sportler an den Start gingen.

Zunächst absolvierte Nikita Brenkmann einen Sparringskampf gegen Kevin Fried. Der Gießener Schüler hatte sich Anfang August dem Seelhofer Gegner in Koblenz geschlagen geben müssen und nutzte den Kampf daher um weitere Erfahrung zu sammeln. Nikita zeigte eine deutliche Steigerung im Vergleich zum vorigen Kampf in Koblenz. Die ersten beiden Runden konnte der Gießener gut mithalten, wich den gegnerischen Schlägen geschickt aus und ließ nichts anbrennen. In der dritten Runde steigerte sich Nikita, probierte sich aus und wurde insgesamt risikofreudiger. In einem Wertungskampf hätte er diese Runde gewonnen – insgesamt bot Nikita eine gute Leistung gegen den erfahreneren Fried und kann so selbstbewusst in die nächsten Wertungskämpfe gehen.

Die beiden weiteren Boxer des Vereins Uppercut, Daniel Horig (65kg) und Paul Seum (80kg), zeigten sich ebenfalls von ihrer besten Seite und konnten beide fulminante Siege einstreichen.

Paul Seum kämpfte gegen Florian Hörnig aus Weißenthurm. Hörnig, kleiner und bulliger als Paul, stürmte direkt entschlossen nach vorne, Paul versuchte daher, seinen Gegner zunächst auf Distanz zu halten. Dies gelang ihm auch, so dass die erste Runde ausgeglichen zu Ende ging. In der zweiten Runde steigerte sich der Gießener, landete klare Treffer und entschied diese Runde für sich. Danach blieb dem Weißenthurmer Gegner kaum noch eine Chance – in der dritten Runde wurde Hörnig zunächst angezählt. Als Paul ihn dann mit einer langen rechten Hacken abrupt traf, ging Hörnig zu Boden und blieb dort einige Zeit regungslos liegen. Der Kampf wurde abgebrochen, Paul gewann klar durch K.O.

Den letzten Kampf bestritt Daniel Horig gegen Adlan Atlangeriev. Der Euskirchener Gegner war schwerer und älter als Daniel, so dass zunächst überlegt wurde, ob ein Sparringskampf sinnvoller sei. Daniel hatte jedoch einen leichten Größenvorteil und nahm daher die Herausforderung eines offiziellen Kampfes an – der Plan war, den Gegner aus der Distanz auszuboxen. Über den gesamten Kampf zeigte sich Daniel seinem Gegner konditionell überlegen. Obwohl Atlangeriev bereits in der ersten Runde einige ordentliche Schläge austeilte, wackelte Daniel nicht und konnte mit dem Tempo sehr gut mithalten. Zu Ende der Runde schwächelte sein Gegner – dieses Muster wiederholte sich in der zweiten Runde. Zunächst ging der Euskirchener frisch in die neue Runde, ließ zum Ende der Runde dann jedoch nach. In der dritten Runde konnte Daniel dann vollends seine konditionelle Überlegenheit ausspielen. Auch taktisch boxte er gut, machte aus der Distanz Druck und ließ den Gegner oft ins Leere schlagen. Dem hatte Atlangeriev nichts mehr entgegenzusetzen, Daniel konnte ihn dann au der Nahdistanz ausknocken. Die Gießener Boxer hatten damit erneut ihre Klasse

Korbach und Stadtallendorf

Am verlängerten Wochenende über Fronleichnam präsentierte sich eine Auswahl von Kämpfern des Gießener Boxvereins Uppercut auf gleich zwei Turnieren.

Am 31. Mai 2018 gingen fünf Kämpfer beim Boxturnier im Polizei-Bistro auf dem Hessentag in Korbach an den Start.

Zunächst traf der frischgebackene Deutsche Meister, der 13-jährige Liam Stark, auf Noah Keller aus Kassel. Noah, ebenfalls ein routinierter und starker Kämpfer, war ebenfalls bei der DM an den Start gegangen, hatte dort jedoch sehr unglücklich verloren. Liam und Noah traten wegen Gewichtsunterschieds in einem Sparringskampf gegeneinander an. Liam konnte trotzdem seine Klasse zeigen und ließ seinem Gegner kaum eine Chance. Über alle Runden dominierte der Gießener den Kampf, konnte ihn ganz klassisch ausboxen. In der dritten Runde stand der Kampf sogar kurz vor Abbruch. Bei einem Wertungskampf wäre das Ergebnis deutlich zugunsten von Liam ausgefallen.

Auch Daniel Horig (63kg) konnte auf ganzer Linie überzeugen, er boxte gegen Mahdi Mohammadi. Mohammadi startete selbstbewusst und wild in den Kampf, wovon sich Daniel nicht einschüchtern ließ. Er übernahm schnell die Kontrolle über den Kampf und seinen Gegner. Der Gießener schlug schöne lange Geraden, musste nur wenig selbst einstecken und behielt über den gesamten Kampf seine Linie. Daniel gelang es, seinen Gegner auf Distanz zu halten, so dass Mohammadi kaum etwas ausrichten konnte. Dieser Sieg ging ebenso nach Gießen.

In einem weiteren Sparringskampf boxte Paul Seum (81kg) gegen Emre Urel (75kg) aus Wiesbaden. Paul startete zwar nach einer Niederlage noch etwas unsicher in den Kampf, fand jedoch schnell seine Linie. Der Gießener präsentierte sich sehr gut, Urel wurde in der dritten Runde sogar angezählt.

Michael Wagner (81kg) gewann gegen den Offenbacher Benjamin Kroh. Der Kampf startete zunächst ausgeglichen, die beiden Gegner schenkten sich nichts. Michael gelang es jedoch, draußen zu bleiben und immer wieder nach rechts rauszugehen. Im Verlauf des Kampfes wurde er immer stärker, dominierte sowohl in der Distanz als auch im Nahkampf und konnte damit den nächsten Sieg für Gießen einstreichen.

In die Gießener Erfolgswelle reihte sich auch der letzte Kämpfer des Tages, Arthur Wilhelm (83kg), ein. Er traf auf den sieben Kilo schwereren und um einen Kopf größeren Korbacher Andrej Dorminte. Dieser erwies sich zunächst als einfallsreich und schlug viel, woraufhin Arthur durch geschickte Meidbewegungen erstmal ins Leere laufen ließ. Schon bald aber übernahm der Gießener den Kampf, zeigte seine enorme Power und hinterließ einen immer schwächer werdenden Lokalmatador. Nachdem Dorminte zweimal angezählt wurde, rettete ihn nach einer starken Rechten von Arthur nur der Schlussgong. Arthur hatte ein erstklassiges Gefecht gezeigt und krönte damit den erfolgreichen Tag des Gießener Vereins.

Ähnlich erfolgreich ging es am 2. Juni beim Europa-Straßenfest in Stadtallendorf weiter. Beim Freiluftboxen am Heinz-Lang-Park gingen drei Gießener an den Start.

Den Auftakt machte Anastasia Schleining, die bei diesem Turnier das erste Mal nach langer Pause wieder im Ring stand. In einem Wettkampfsparring traf Anastasia auf die zehn Jahre ältere Lea Hensler vom Nachbarverein in Marburg. Der Kampf verlief ausgeglichen – trotz der langen Pause bewies Anastasia eine hervorragende Technik und ein sehr gutes Distanzgefühl und konnte damit ihre Klasse zeigen.

Im zweiten Wettkampfsparring traf Michael Wagner auf den wesentlich älteren Bielefelder Marco Gnech. Michel zeigte sich sehr konzentriert, konnte alle seine Qualitäten unter Beweis stellen und boxte einen technisch sehr guten Kampf. In einem Wertungskampf hätte er so nach Punkten gewinnen können.

Den einzigen Wertungskampf bestritt Daniel Horig gegen Kevin Bicako. Die erste Runde musste Daniel gegen den viel erfahreneren Marburger leider abgeben – am Ende der ersten Runde zeigte sich jedoch langsam, dass Daniel an diesem Tag der stärkere Boxer war. Daniel bewies eine wesentlich bessere Kondition und konnte durch seine Taktik, viel zu schlagen, zu provozieren und Druck zu machen, seinen Gegner müde machen. In der zweiten und dritten Runde dominierte Daniel das Geschehen und entschied den Kampf 2:1 nach Punkten für sich.

Liam Stark wird Deutscher Meister 2018

Nur ein Jahr nach Gründung des Gießener Boxvereins Uppercut gewinnt der jüngste Kämpfer des Vereins, der 13-jährige Liam Stark, die Deutsche Meisterschaft. Liams Sieg reiht sich ein in eine hessische Erfolgswelle. Das Team aus sieben Kämpfern, das vom 09. bis 13.05.2018 in Lindow um den deutschen Meistertitel kämpfte, holte ganze sechs Medaillen: 4x Gold, 1x Silber und 1x Bronze. Damit erreicht das hessische Team, betreut von Rachid El Bakri sowie dem Uppercut-Trainer Eugen Mamberger, einen hervorragenden zweiten Platz in der Gesamtwertung von insgesamt 16 Landesverbänden.

Trainer Mamberger zeigt sich mächtig stolz auf seinen Schützling. Liam gelang über das Turnier eine bemerkenswerte Entwicklung. Er konnte sich von Kampf zu Kampf immer mehr steigern, alle seine Qualitäten ausspielen und ließ seine Gegner allesamt alt aussehen – obwohl sich die gesamte Gruppe seiner Gewichtsklasse (38,5 kg) aus wirklich starken und erfahrenen Boxern zusammensetzte.

Im Achtelfinale traf Liam auf Kevin Radun vom Landesverband Niedersachsen. Der Gegner hat bereits ebenso viele Kämpfe auf seinem Konto vorzuweisen wie der Gießener, ist also ebenso erfahren wie Liam. Der etwas kleinere Kevin erwies sich als schneller und starker Gegner – dennoch ließ ihm Liam kaum eine Chance. Liam konnte aus der Distanz gute Akzente setzen, seinen Angriffen und den klareren Treffern des Gießeners konnte der niedersächsische Gegner wenig entgegensetzen. Die Kampfrichter entschieden klar für Liam nach Punkten.

Ab dem Viertelfinale sollte Liam nur noch auf größere Gegner treffen – und ließ sich auch hiervon nicht einschüchtern. Der selbstbewusste Gegner aus Sachsen, Christian Belogrocev, hatte anscheinend nicht mit Liams Stärke und Siegeswille gerechnet. Der Gießener kam gut in den Kampf hinein, startete seine Angriffe von außen und zeigte eine exzellente Beinarbeit. Bei Angriffen konnte er sich geschickt mit Side Steps aus der Schusslinie bewegen und landete immer wieder gute Treffer. Auch dieser Sieg ging eindeutig nach Hessen.

Im Halbfinale traf Liam dann auf Eugen Brack aus Bayern, der bisher noch ungeschlagen ins Rennen ging und als klarer Favorit galt. Erst kürzlich hatte Eugen das hoch angesehene internationale Ostsee-Pokal-Turnier gewonnen und brachte damit alle Voraussetzungen für einen Titelgewinn bei der Deutschen Meisterschaft mit. Jegliche Nervosität, die sich bei Liam dadurch vor diesem Kampf eingestellt hatte, war jedoch ab der ersten Sekunde der Auseinandersetzung wie weggeblasen. Die beiden zeigten ein Gefecht auf sehr hohem Niveau, die Qualität des Kampfes war einem Finale würdig. Liam zeigte gute Beinarbeit und konterte selbstbewusst den ersten Angriff des sächsischen Rechtsauslegers, so dass dieser sogar kurz nach hinten stolperte. Nach einer relativ ausgeglichenen ersten Runde übernahm Liam den Kampf komplett. Der durch seine laufende Nase verunsicherte Eugen gab immer mehr das Ruder ab. Der Gießener steigerte sich hingegen von Minute zu Minute, hatte auf jeden Angriff eine Antwort parat und hinterließ einen ratlosen Gegner. Er überzeugte damit wiederholt einstimmig die Kampfrichter, der Weg ins Finale war damit frei.

Den Finalkampf bestritt Liam gegen Arjan Goha vom Landesverband Mecklenburg-Vorpommern. Auch dieser Gegner war erneut wesentlich größer, aber nach Liams fulminanten Sieg gegen den starken Eugen Brack ließ sich der Gießener durch nichts mehr aufhalten. Obwohl er zunächst aufgrund des Größenunterschiedes leichte Probleme hatte, die richtige Distanz zu finden, boxte er von Anfang an offensiver, zeigte sich schneller und beweglicher. In der zweiten Runde hatte Liam die richtige Distanz gefunden. Nach zwei Treffern musste jedoch der Ringarzt aufgrund des starken Nasenblutens des Gegners den Kampf abbrechen. Der Meistertitel war Liam damit nicht mehr zu nehmen.

Die stetige Steigerung während des Turniers hatten auch die Juroren des Turniers nicht übersehen und zeichneten Liam zusätzlich als besten Kämpfer des Turniers aus – aus einem Kreis von 22 Boxern. Vom Team Uppercut wird in Zukunft noch einiges zu hören sein.

Liam Stark gewinnt souverän das Küken-Turnier in Berlin

Ein anstrengendes, aber sehr erfolgreiches Wochenende liegt hinter Liam Stark, dem Nachwuchstalent des Gießener Boxvereins Uppercut. Am 14. und 15. April startete er beim Küken-Turnier, ausgerichtet vom Berliner TSC.

Der Samstagmorgen begann früh: Um rechtzeitig in Berlin anzukommen, starteten Liam, Trainer Eugen Mamberger und Vereinskollege Michael Wagner bereits um sechs Uhr morgens. Ohne die Unterstützung von Michael wäre dies nicht möglich gewesen. Die frühe Abfahrt und die lange Autofahrt nach Berlin schienen Liam jedoch kaum etwas auszumachen. Er stieg ausgeschlafen und topfit in den Ring. Das Turnier war hochkarätig besetzt, einige Lokalgrößen waren vor Ort, um ihre Kräfte zu messen, in Liams Gruppe waren ausnahmslos starke Boxer gelistet.

Liam traf zunächst auf Basel El-Ammar, der beim Ausrichter des Turniers trainiert. Die beiden zeigten einen wirklich starken technischen Kampf. Liam sollte seinen Gegner möglichst auf Distanz halten, mit der Führhand vorbereiten und aus der Bewegung seine Angriffe starten. Mit dieser Strategie verlief der Beginn der ersten Runde zunächst ausgeglichen. Die Anweisung des Trainers Mamberger, mehr Druck zu machen, weniger mit dem Berliner Gegner zu „spielen“ und ihn damit womöglich zu provozieren, konnte Liam sofort umsetzen. Er zog das Tempo des Kampfes an, zeigte sich dominant. Langsam zeichneten sich leichte Vorteile für den Gießener ab, El-Ammar hingegen stand kurz davor angezählt zu werden. In der zweiten Runde zeigte sich Liam aggressiver, hatte immer ein bis zwei Hände mehr im Kampf. Der Gießener boxte erst seinen zweiten Kampf über eine Rundenzeit von zwei Minuten, was ihm im Verlauf der Runde anzumerken war. Es gelang ihm dennoch, den Kampf unter Kontrolle zu halten. In der Pause wurde Liam vom Trainer angewiesen, seine Kräfte besser einzuteilen, sich mehr Pausen zu erkämpfen – auch dies setzte er sofort um. In der dritten Runde konnte Liam den Gegner erfolgreich mit der Linken „stören“ und sich damit immer wieder einen kurzen Moment zum Luft holen erstreiten. Liam ging nun mehr nach vorne und landete einige harte Treffer. Damit war ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen und so zog der Gießener in das Finale am nächsten Tag ein.

Der Gegner im Finale, Daniel Trelovis, trainiert beim Spandauer BC, bei dem einst auch die deutsche Boxerlegende Sven Ottke seine ersten Erfolge feierte. Trelovis, einen halben Kopf größer als Liam, gilt als hervorragender Techniker, der seinen ersten Kampf des Küken-Turniers bereits nach Abbruch in der zweiten Runde frühzeitig gewonnen hatte. Was dann passierte, übertraf die Erwartungen jedoch völlig. Obwohl kleiner, boxte Liam aus der Distanz, fast jeder Treffer saß. Diese ungewöhnliche Taktik überraschte den Gegner völlig. Die konditionelle Schwäche des Vortags hatte Liam abgelegt und sich immer wieder Pausen zwischen seinen Aktionen erkämpft. Der Gießener kämpfte technisch sauber und schlug hart: Trelovis konnte dem nichts mehr entgegensetzen. Liam entschied den Kampf und damit das Turnier in seiner Alters- und Gewichtsklasse souverän für sich.

Mit gestärktem Selbstbewusstsein durch die Erfolge gegen wirklich starke Gegner und um wichtige Erfahrungen reicher, konnte Liam dann entspannt die Heimreise antreten. Liams nächstes Ziel ist nun im Mai in Lindow Deutscher Meister zu werden. Mit den Kämpfen dieses Wochenendes hat er definitiv bewiesen, dass er das Zeug dazu hat.

Hessische Mannschaftsmeisterschaften in Limburg am 7. April 2018

Ergebnisse im Überblick:

Nina Geier gewinnt gegen Namira Höppner (TSG Erlensee, W56kg Jun)

Daniel Horig gewinnt gegen Ali Yakut vom CSC Frabkfurt (M63kg)

Benedikt Lilienthal gewinnt gegen Gian Luca Demasi vom BC Spirit (130kg)

Paul Seum unterliegt Patrick Cosic von der GBG Wiesbaden (80kg)

Diyar Erdem unterliegt Soufiane Douzi von der GBG Wiesbaden (81kg)

Daniel Büyükbalik unterliegt Youness Boulaich von der GBG Wiesbaden (75kg)

 

Am 7. April 2018 fanden in Limburg die ersten Kämpfe der Hessischen Vereinsmeisterschaften statt. Der Tag fing vielversprechend an: Obwohl für die erfahrensten und kampfstärksten Gießener Boxer Anastasia Bogdanov, Liam Stark und Artur Mamberger keine Gegner gefunden werden konnten, bewies auch der Nachwuchs seine Stärke. Drei Siege konnte der Boxverein Uppercut zu Beginn der Veranstaltung einstreichen, gegen Ende schlug jedoch das Verletzungspech zu.

Den Auftakt machte Nina Geier, die auf die etwas schwerere Namira Höppner von der TSG Erlensee traf. Nina konnte trotz des Gewichtsvorteils ihrer Gegnerin direkt überzeugen. Das Training hatte sich ausgezahlt, Nina kämpfte wesentlich bewusster als in ihren vorherigen Kämpfen, zeigte viele gute Aktionen, ging vermehrt zum Körper und machte es so ihrer Gegnerin schwer, sich zu beweisen. In die zweite Runde startete Höppner dann etwas forscher, schlug harte Geraden und ging vermehrt nach vorn. Nina änderte daher ihre Taktik und schlug Körper-Kopf-Kombinationen statt wie in der ersten Runde zunächst Kopf, dann Körper. Nach einem Schlaghagel von Nina wurde die Gegnerin angezählt, kam aber stark zurück in den Kampf. Höppners Kampfwille konnte Nina aber auch in der dritten Runde nichts mehr antun. Höppner erwies sich zwar als keine leichte Gegnerin – der letzten Runde versuchte sie sogar den Kampf noch zu drehen – Nina war jedoch so gut eingestellt und setzte alle Anweisungen des Trainers so gut um, dass ihr der Sieg nicht mehr zu nehmen war.

Als nächster Gießener stieg Daniel Horig gegen den Frankfurter Ali Yakut in den Ring. Daniel ließ sich von Anfang an von seinem austrainierten Gegner nicht einschüchtern und zeigte sich schnell und präzise. Dies überraschte den Frankfurter Gegner, der sich wohl als Favorit gesehen hatte. Daniel hätte sich auch über den restlichen Kampf sicher als der bessere Boxer erwiesen, leider versagte man ihm die Chance. Yakut wurde nach der ersten Runde disqualifiziert – sein Vollbart verstieß gegen die Wettkampfbestimmungen. Warum dies nicht vorher aufgefallen war, bleibt unklar. Daniel wurde aufgrund seiner Leistung zwar der Sieg zugesprochen, er hätte seine Überlegenheit aber gerne über alle drei Runden gezeigt.

Den folgenden Kampf hätte eigentlich Sebastian Heuchert boxen sollen, dessen Gegner Tomislav Kamenjasevic (M100kg) sagte jedoch in letzter Minute ab. So folgte direkt der Gießener Schwergewichtler Benedikt Lilienthal, der auf den Frankfurter Gian Luca Demasi traf. Die beiden zeigten einen kurzen, aber wirklich hochklassigen Kampf. Die erste Runde ging an Benedikt, der gut konterte, sich auch im Nahkampf gut schlagen konnte, Kopf-Leberhaken traf und in Aktion immer etwas besser aussah als der Gegner. Auch technisch zeigte sich Benedikt geschickter als in seinen letzten Kämpfen. In der Pause bemerkten Benedikt und Trainer Eugen Mamberger, dass Benedikt sich einen Cut zugezogen hatte, der jedoch schnell behelfsmäßig verarztet wurde, so dass auch die zweite Runde angetreten werden konnte. Die Kampfrichter bemerkten jedoch zu Beginn der zweiten Runde, dass auch Demasi einen Cut abbekommen hatte und stoppten daher den Kampf. Der Sieg ging verdient an Benedikt.

Die drei restlichen Kämpfe waren leider nicht mehr so erfolgsgekrönt. Zunächst startete Paul Seum gegen den Wiesbadener Patrick Cosic. Der Gegner war erfahrener und größer als Paul, wirkte entschlossen und konnte Pauls Fehler eiskalt ausnutzen. Als Paul an der Schläfe getroffen wurde und zu Boden ging, stoppte Trainer Mamberger den Kampf. Auch wenn die Aufgabe kurz schmerzte, die Gesundheit der Boxer geht hier vor.

Auch der nächste Kampf musste verletzungsbedingt abgebrochen werden. Diyar Erdem kämpfte gegen den Wiesbadener Soufiane Douzi. Der größere und auch schwerere Douzi konnte seine Reichweite gut ausnutzen. Diyar konnte zwar gut mithalten, es zeichneten sich jedoch leichte Vorteile für den Gegner ab. Durch eine Verletzung am Knie musste leider auch Diyar frühzeitig aufgeben.

Den letzten Kampf des Tages bestritt Daniel Büyükbalik. Dessen Gegner Youness Boulaich aus Wiesbaden hat zwar weniger Kämpfe auf seinem Konto als Daniel, war aber dennoch nicht zu unterschätzen. In den letzten Monaten kämpfte er erfolgreich in der ersten Liga, in der er fast alle Kämpfe für sich entscheiden konnte. Daniel wählte leider die falsche Taktik: Über alle drei Runden kämpfte er mehr vom Außenband, während Boulaich Daniel auf Distanz halten konnte und seine Reichweitevorteile gut ausnutzte. Obwohl Daniel über den gesamten Kampf zwar immer wieder gute Treffer landen konnte, reichte es nicht zum Sieg. Der Wiesbadener war immer leicht im Vorteil. Dennoch: Eine vernichtende Niederlage sieht anders aus, Daniel hat seine Fehler bereits analysiert und fiebert einer Revanche entgegen.

Bundesligakampf am 24. März 2018 in Darmstadt

Am 24. März 2018 stieg Artur Mamberger (Weltergewicht) erneut für den Bundesligisten KG Darmstadt/Hanau in den Ring. Dieses Mal traf er auf den diesjährigen Afrikameister Muzamiru Kakande vom BC Straubing.

In der ersten Runde sah Trainer Eugen Mamberger seinen Schützling noch vorne: Obwohl der Straubinger Gegner immer wieder nach vorne stürmte, gelang es Artur, ihn in Schach zu halten. In der zweiten Runde verlor Artur jedoch seine Linie. Kakande erwies sich als überaus starker Gegner, Artur konnte der Kampfkraft nicht beikommen und versuchte, sich durch Doppeldeckung sicher zu halten. In der dritten Runde sah es zunächst so aus, als würde der Kampf ähnlich weitergehen wie in der zweiten Runde. In der letzten Minute konnte sich Artur jedoch noch fangen und gewann seinen Kampfwillen zurück. Obwohl er hier mehr klare Treffer als sein Gegner landete, war es dann leider zu spät, den Kampf noch zu wenden. Trotz der guten ersten Runde und dem Comeback in der Schlussrunde musste Artur den Kampf verloren geben.  

Arturs bald anstehende Rückkehr aus Heidelberg zurück in die Gießener Heimat lässt hoffen, dass er seine Linie wiederfindet und seine Kämpfe endlich wieder wie früher souverän gewinnen kann.

Artur Mamberger verliert hochumstritten in Chemnitz  

 

Am 17.03.2018 wurde in Chemnitz der 4. Wettkampftag der Bundesliga im Boxen ausgetragen, an dem der Gießener Artur Mamberger für Hanau/Darmstadt an den Start ging. Artur traf auf den für den BC Chemnitz angetretenen Akbugan Baran, der eigentlich in Baden-Württemberg für einen sehr erfolgreichen Verein kämpft.

Artur war zu Beginn noch etwas vorsichtig und hatte zunächst kleinere Probleme, in den Kampf zu kommen. Technisch war der Gießener jedoch stärker als sein Gegner und auch auf der Trefferseite zeichneten sich leichte Vorteile ab. Trainer Eugen Mamberger sah seinen Schüler daher nach der ersten Runde knapp vorne. Was dann jedoch passierte, konnte der Trainer kaum fassen: In der zweiten Runde spuckt Baran seinen Mundschutz aus, der Ringrichter will Artur stoppen, der jedoch mitten in einer Aktion nicht mehr zurückziehen konnte. Der Ringrichter spricht daraufhin eine Verwarnung aus, Artur erhält einen Punktabzug und muss die zweite Runde verloren geben. Warum keine Verwarnung für das Ausspucken des Mundschutzes ausgesprochen wurde, hinterließ bei der Gießener Delegation ein großes Fragezeichen. In der dritten Runde versuchte Artur dann noch, den Kampf zu drehen und gab alles. Er konnte mehr Treffer als sein Gegner landen, während Baran wesentlich unsauberer und mit wiederholten Schulterstößen boxte. Dennoch war Artur anzumerken, dass er durch den ungerechten Punktabzug seine Linie etwas verloren hatte. Der Sieg wurde daher Baran zugesprochen.

Auch wenn kaum eine Chance besteht, dass das Urteil noch einmal geprüft wird, legten die Gießener gegen die ungerechte Entscheidung in der zweiten Runde Widerspruch gegen den Punktabzug ein. Die Entscheidung wirkte noch lange nach und hinterließ bei allen Mitgereisten nur Kopfschütteln.

2. Offene Südwest-Meisterschaft in Speyer vom 9.-11. März 2018

 

Vom 9. bis 11. März 2018 fand in Speyer die 2. Offene Südwestmeisterschaft statt. Ursprünglich war eine größere Anzahl von Kämpfern des Boxverein Uppercut gemeldet – am Ende stiegen jedoch nur zwei Gießener Boxer in den Ring. Anastasia Bogdanov und Liam Stark hatten die Messlatte besonders hoch gelegt – es konnte keine Gegnerin bzw. kein Gegner gefunden werden, die bzw. der sich mit ihnen messen wollte. Nina Geier hatte Pech, es wurde niemand in ihrer Gewichtsklasse gemeldet. So reiste nur eine kleine Delegation nach Speyer: Maxim Pschinnik, Paul Seum und Daniel Büyükbalik, dessen Gegner im letzten Moment ebenfalls einen Rückzieher machte. Betreut von Michael Wagner und Björn Geier kam es am Freitagabend zum ersten Kampf.

Maxim Pschinnik, der amtierende Südwestmeister in seiner Gewichtsklasse (bis 64kg), kämpfte souverän gegen Michele Lo-Corto aus Speyer. Maxim ließ seinem Gegner in den ersten beiden Runden kaum eine Chance. Erst in der dritten Runde schwächelte er leicht, die Runde verlief dennoch ausgeglichen. Der Sieg ging verdient an den Gießener. Gegen die aufkommende Grippe konnte sich Max leider nicht wehren – das Finale musste er daher absagen. Als Vize-Südwestmeister wird er 2018 wieder den Titel in Angriff nehmen.

Die Überraschung des Wochenendes gelang Paul Seum (bis 81kg). Paul ging nach seinem Sieg in Homburg am 24.02. hochmotiviert in seinen erst zweiten offiziellen Kampf. Auch wenn sich der kräftige und selbstbewusste Sevic Burak aus Neustadt als kein leichter Gegner erwies, gelang es Paul, Burak aus der Distanz unter Kontrolle zu halten und ihn einfach auszuboxen.

Paul stand damit im Finale, wo er gegen Leotrim Smakiqi, Lokalmatador aus Speyer, in den Ring stieg. Smakiqi hatte sich 2017 im Finale wegen einer Verletzung geschlagen geben müssen und wollte sich dieses Mal umso mehr beweisen. Dennoch ließ sich Paul gegen den erfahreneren Gegner nicht einschüchtern. Selbst, als Paul in der ersten Runde kurz zu Boden ging, ließ er sich nichts anmerken und kämpfte entschlossen bis zum Schluss. Paul zeigte Klasse, es gelang ihm, seinen Gegner auf Distanz zu halten und er konnte einige gute Treffer landen. Es reichte zwar nicht zum Sieg, aber mit dem Titel des Vize-Südwestmeisters, seiner Entschlossenheit und um eine Erfahrung reicher kann Paul selbstbewusst in den nächsten Kampf gehen – es werden noch viele Siege folgen.

Internationale Box-Gala des Box Gym Dreger in Freimersheim am 03.03.2018

 

Artur Mamberger unterliegt Christian Dezel vom TV 1860 Bad Windsheim (Männer bis 69kg)

Daniel Büyükbalik unterliegt Andreas Deisling vom SV Böblingen (Männer bis 75kg)

Am 03.03.2018 starteten Artur Mamberger und Daniel Büyükbalik für den

Vergleichskampf gegen bayerische Auswahl

TV Alzey in einem Vergleichskampf gegen eine bayerische Auswahl. Beide Gießener Boxer lieferten sich großartige Kämpfe, was sich in den parteiischen Entscheidungen jedoch nicht wiederspiegelte.

Zunächst stieg Artur gegen Christian Dezel vom TV 1860 Bad Windsheim in den Ring. Dezel trainiert ebenso wie Artur im Olympiastützpunkt in Heidelberg: die beiden Gegner bewiesen beide ihre Klasse und lieferten sich einen großartigen und sehenswerten Kampf auf höchstem Niveau. Der ältere Dezel wirkte zwar aktiver, seine Schläge verfehlten ihr Ziel aber oft durch Arturs geschickte Roll-und Meidbewegungen. Der Gießener hingegen traf genauer, jeder Schlag war drin. In der dritten Runde erlitt der bayrische Gegner einen Cut. Auch wenn beide Gegner auf hohem Niveau kämpften und sich einen wirklich knappen Kampf lieferten, lagen die Vorteile dennoch wesentlich deutlicher bei Artur. Das Kampfgericht sah das jedoch anders und sprach Dezel den Sieg zu. Trainer Eugen Mamberger zeigte sich enttäuscht über das Ergebnis.

Als zweiter Gießener startete Daniel Büyükbalik nach einer längeren Pause gegen den Böblinger Andreas Deisling. Die beiden lieferten sich von Anfang bis Ende eine wahre Schlacht. Diesling wirkte als der ältere der beiden etwas sicherer und boxte clever, hingegen erwies sich Daniel als der technisch bessere Kämpfer. Die Entscheidung der Kampfrichter wurde durch das ausgeglichene Gefecht daher mit Spannung erwartet. Leider ging der Sieg an Deisling – Daniel hat dennoch trotz der Pause eine hervorragende Leistung abgeliefert und muss sich nicht verstecken.

 

Heinz-Barbian-Gedächtnis-Matineé in Homburg und Bundesligakampf in Straubing am 24.02.218

 

Am 24.02.2018 stand ein anstrengender und ereignisreicher Samstag auf dem Programm des Boxvereins Uppercut. Knapp 1.200 Kilometer Wegstrecke mussten zurückgelegt werden, um drei Gießener Boxern die Teilnahme an hochkarätigen Boxveranstaltungen zu ermöglichen. Liam Stark und Paul Seum stiegen in Homburg bei der Heinz-Barbian-Gedächtnis-Matineé in den Ring, Artur Mamberger startete später am Abend bei einem Bundesligakampf in Straubing.

 

Den Anfang machte Liam Stark in Homburg. Liams Gegner hatte abgesagt, so dass für den Gießener Schüler kurzfristig ein Wettkampfsparring organisiert wurde. Ämilhan Sungrov aus Landau hatte gegen Liam jedoch kaum eine Chance. Trotz Sungrovs Gewichtsvorteilen hatte der jüngste Boxer des Vereins Uppercut den Kampf über alle drei Runden unter Kontrolle und zeigte von Anfang bis Ende seine Klasse. Trainer Eugen Mamberger zeigte sich stolz über seinen souveränen Schüler.

Dramatischer ging es beim Kampf von Paul Seum gegen den früheren Kickboxer Dexter Williams aus Neunkirchen zu. Während Paul zum ersten Mal einen offiziellen Kampf bestritt, hatte Williams bereits Kampferfahrungen als Kickboxer gesammelt. Der muskelbepackte und bewegliche Williams ging daher selbstbewusst in den Kampf und verteilte direkt harte und gefährliche Schläge. Paul hielt jedoch die Deckung, kam aber erst am Ende der Runde in den Kampf, wo er das Geschehen drehen konnte. Die Runde musste sich der Gießener dennoch geschlagen geben und auch die zweite Runde sah zunächst wenig vielversprechend für Paul aus, Williams ging erneut direkt auf seinen Gegner los – trotz der Angriffe behielt Paul jedoch einen kühlen Kopf, sein Durchhaltevermögen zahlte sich zur Mitte der zweiten Runde voll aus. Dem Gießener gelang es, den Kampf komplett zu seinen Gunsten zu drehen. Er schlug schöne linke Geraden, Dubletten, drehte sich seitwärts aus der Schusslinie – alle Schläge trafen ihr Ziel. In der dritten Runde konnte der langsam müde werdende Williams dem nichts mehr entgegensetzen, Paul dominierte hier deutlich das Geschehen, so dass der Sieg verdient nach Gießen ging.

 

Nach Pauls Sieg musste es schnell gehen, der Hauptkampf des Tages fand in Straubing in Bayern statt, wo Artur Mamberger für Hanau einen Kampf in der 1. Liga bestritt. Artur stieg nach einer längeren Pause erstmals wieder in den Ring und traf direkt auf den mehrfachen Schweizer Meister Marcel Rumpler. Die Pause machte sich in der ersten Runde bemerkbar, so dass es kurz nach einem frühzeitigen Sieg für den Straubinger Rechtsausleger aussah. Die zweite Runde startete besser für Artur, bis zu einer unglücklichen Situation, die Artur nicht zu Lasten gelegt werden kann. In der lauten Halle überhörte Artur das Stop des Richters und setzte nach – hierfür gab es einen Punktabzug, was Artur kurzzeitig aus dem Konzept brachte. Durch den Punktabzug war die zweite Runde damit leider verloren. Auch in der dritten Runde merkte man Artur die lange Pause an. Der Gegner wirkte frischer und aktiver, was die Kampfrichter leider mehr überzeugte als Arturs klarere Treffer und sein gutes Distanzgefühl. Der Trainingsrückstand wird jedoch schnell aufgeholt sein, so dass sich die künftigen Gegner vor Artur in Acht nehmen müssen.

Finale der Hessischen Mannschaftsmeisterschaften am 2. Dezember 2017 in Limburg

Die Ergebnisse im Überblick :

Liam Stark gewinnt gegen Monsoor Rahmati (TG75 Darmstadt; 33,5kg/Sch)

Maxim Pschinnik gewinnt gegen Obaid Efat (TG75 Darmstadt; 64kg/Sen)

Daniel Horig unterliegt Adam Safi (ABV Taunusstein, 62kg/Jug)

Michael Wagner gewinnt gegen Muammer Cevik (BC Nordend Offenbach, 81kg/Sen)

Benedikt Lilienthal unterliegt Wolfgang Trollmann (BC Kostheim, 130kg/Sen)

 

Am 2. Dezember 2017 wurde in Limburg das Finale der Hessischen Mannschaftsmeisterschaften ausgetragen. Die Gießener Boxer starteten bei dem Turnier, das über fünf Veranstaltungen ausgetragen wird, von einem hervorragenden sechsten Platz. Und dies obwohl der Boxverein Uppercut an einer der bis dahin vier Veranstaltungen in diesem Jahr nicht teilgenommen hatte.

Den Auftakt machte der jüngste Gießener Sportler, der 12-jährige Liam Stark gegen den Darmstädter Monsoor Rahmati (33,5kg/Schüler). Rahmati, der technisch sehr gut ausgebildet ist, ging selbstbewusst in den Kampf, so dass Trainer Eugen Mamberger zunächst die Strategie vorgab, sich möglichst nicht auf einen Schlagabtausch einzulassen und den Gegner ruhig aus der Distanz auszuboxen. Dies gelang Liam in der ersten und zweiten Runde sehr gut, nach jedem Angriff konnte er den Darmstädter auskontern und hielt sich mit guten Meidbewegungen und Side Steps aus dessen Schusslinie heraus. Nach diesen zwei Runden wollte der Gießener jedoch endlich zeigen, was in ihm steckt und traute sich aus der Rückwärtsbewegung – der Schlaghagel, der einen kurzen Moment auf Liam einging, ließ ihn nur kurz seine Linie verlieren. Liam kämpfte sich zurück und konnte trotz der dramatischen dritten Runde den Sieg für Gießen einfahren.

Auch Maxim Pschinnik traf auf einen Darmstädter: Max’ Plan gegen Obaid Efat (64kg/Senioren) war es, seinen Gegner mit gezielten Schlägen Richtung Körper möglichst schnell müde zu machen. Dies gelang ihm in der ersten Runde sehr gut: Max ging direkt zur Sache, zeigte schöne Beinarbeit und eine sehr gute Technik. In der zweiten Runde dominierte Max weiterhin das Geschehen, erst in der dritten Runde ließ der Gießener taktisch etwas nach, blieb im Nahkampf stehen und musste sich kurz wieder fangen, bevor er aus der Distanz den Kampf wieder übernehmen konnte. Auch Max konnte damit verdient den Sieg nach Punkten mit nach Hause nehmen.

Der dritte Gießener Boxer, Daniel Horig, war kurzfristig für seine Vereinskollegen Osman Azami eingesprungen, der beim Finale der Hessischen Mannschaftsmeisterschafen verhindert war. Daniels Gegner Adam Safi aus Taunusstein (62kg/Jugend), entpuppte sich als sehr starker Gegner, der wie wild in den Kampf startete. Zunächst sah es so aus, als würde der Kampf ein schnelles Ende finden, aber Daniel ließ sich nicht beirren und trotzte der Aktivität des Gegners, so dass Safi zu Ende aller drei Runden deutlich nachließ. Auch wenn Daniel den Kampf nicht gewinnen konnte, hatte er am Ende bewiesen, dass er trotz der nicht optimalen Vorbereitungen auch kurzfristig einen guten Kampf schlagen kann.

Michael Wagner boxte beim Finale der Mannschaftsmeisterschaften seinen ersten offiziellen Kampf nach sieben Jahren. Bei einigen Sparringskämpfen vor einigen Wochen hatte er schon gezeigt, dass er trotz Pause ein ernstzunehmender Gegner ist, was er erneut auch an diesem Kampftag gegen Muammer Cevik aus Offenbach (81kg/Senioren) eindrucksvoll unter Beweis stellte. Michael dominierte den Kampf, zeigte gute Schläge mit der Führhand, drehte sich mit Side Steps immer wieder aus der Schusslinie und ließ dem Gegner wenig Raum. In der dritten Runde bekamm Cevik  ein wirkungsvolle Leberhaken   – den Sieg konnte Michael nicht mehr genommen werden.

Den letzten Kampf auf Gießener Seite bestritt Benedikt Lilienthal gegen den Kosheimer Wolfgang Trollmann (130kg/Senioren). Durch die Größenvorteile von Benedikt sollte der Gießener aus der Distanz und aus der Rückwärtsbewegung boxen. Da sich Trollmann aber als massiver Gegner erwies, wurde der Plan geändert, Benedikt baute zunächst erfolgreich Druck nach vorne auf, so dass die erste Runde klar an den Gießener ging. In der zweiten Runde fing Trollmann jedoch an zu drängeln, Benedikt ging kurz zu Boden und wurde dadurch leicht aus dem Konzept gebracht. Ab diesem Moment verhielt sich der Gießener dann in manchen Situationen zu abwartend gegen den etwas schnelleren Gegner, was ihm am Ende leider den Sieg kostete. Benedikt hatte seinen Gegner an vielen Stellen unter Kontrolle, aber leider eben nicht im entscheidenden Moment – das Gießener Team konnte daher mit drei Siegen und insgesamt fünf sehr gut geschlagenen Kämpfen hoch erhobenen Hauptes nach Hause fahren.

Michel Quast bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft U18 in Köln

Vom 22. bis 25. November wurde in Köln die Internationale Deutsche Meisterschaft der U18 ausgetragen. Michel Quast, der dieses Jahr im Juni bereits Bronze bei der DM U19 in Cottbus geholt hatte, war für den Gießener Boxverein Uppercut in der Gewichtsklasse 75kg am Start. Für das Siegertreppchen reichte es diesmal zwar nicht, nach zwei fulminanten Kämpfen kann Michel trotzdem stolz auf sich sein.

Im Achtelfinale traf Michel auf den Rheinländer Kevin Mangold. Da Mangold technisch sehr gut ausgebildet ist, war Michels Strategie, seinen Gegner sofort seine physische Überlegenheit spüren zu lassen. Dies gelang sehr gut, Michel kam gut mit der Führhand durch, überraschte und beeindruckte Mangold sehr schnell mit einem harten Treffer. Die Fronten waren damit geklärt und Michel konnte locker weiterkämpfen. Mangold hingegen war damit bereits aus dem Konzept gebracht, wurde in der ersten Runde zweimal angezählt und nur durch den Gong gerettet. In der zweiten Runde änderte der Rheinländer Gegner seine Strategie und versuchte mehr nach vorne zu gehen, so dass Michel einige Male ausweichen musste. Die neue Strategie half Mangold jedoch nichts – nach einer treffsicheren Rechts-/Linkskombination gegen Kopf und Leber wurde Mangold erneut angezählt. Das Kampfgericht beendete damit vorzeitig das ungleiche Gefecht, Michel wurde zum Sieger in der zweiten Runde nach K.O. erklärt.

Im Viertelfinale stieg Michel gegen seinen hessischen Kollegen Alexander Okafor in den Ring. Okafor gilt als erfahrener Boxer und hat bereits fast doppelt so viele Kämpfe wie Michel bestritten: 2015 stand Okafor sogar im Finale der DM und hatte damals nur knapp und äußerst unglücklich verloren – das Publikum hatte ihn als Sieger gesehen. Um den Erfahrungsunterschied auszugleichen, sollte Michel seinem Gegner aktiv begegnen und ihn damit möglichst schnell müde machen, mit vorbereitenden Schlägen gegen den Körper sowie abschließenden Schlägen gegen den Kopf. In der ersten Runde zeigte sich Michel dann auch direkt als gleichwertiger ernstzunehmender Gegner, beide Boxer landeten gute Treffer. Insgesamt aber lag der Vorteil auf Michels Seite, der wesentlich aktiver war. In der zweiten Runde änderte Okafor seine Taktik und ging eher rückwärts. Michel konnte zunächst gut mithalten, zu Ende der Runde unterlief ihm jedoch ein Fehler, den Okafor gnadenlos ausnutzte. Auf Michel ging ein regelrechter Schlaghagel ein, sein Kopf prallte nach hinten und er wurde angezählt. Der Gießener zeigte sich trotz des Angriffs unbeeindruckt und kämpfte auch in der dritten Runde auf hohem Niveau. Okafor ging kein Risiko mehr ein und blieb in dieser dramatischen letzten Runde in Sicherheit. Michel zeigte sich auch hier wieder als der deutlich aktivere Boxer – leider reichte dies nicht mehr zum Sieg. Nach einem erneuten Schlaghagel auf Michel konnte Okafor das Kampfgericht für sich gewinnen. In diesem Kampf hatte der Gießener Boxer jedoch gezeigt, was in ihm steckt. Am Ende fehlte die Routine des Gegners – nichtsdestotrotz hatte Michel bewiesen, dass er auch einem derart starken und erfahrenen Gegner gewachsen ist. 

Ländervergleichskampf gegen Polen in Alzey-Freimersheim am 18.11.2017

 

Am 18.11.2017 startete der Gießener Artur Mamberger gemeinsam mit Sportlern des Box Gym Dreger in Alzey-Freimersheim im Ländervergleichskampf gegen eine polnische Auswahl.

Artur traf auf den wohl erfahrensten Kämpfer des polnischen Teams, Patryk Cichy. Der Gießener ging entschlossen in den Kampf und besetzte von Anfang an die Ringmitte, drängte seinen Gegner immer wieder in die Rückwärtsbewegung. Dem Polen war schnell anzusehen, dass er Schwierigkeiten hatte, Artur aus dem Konzept zu bringen, auch gezielte Provokationen konnten den Gießener nicht verunsichern.

Die zweite Runde verlief ähnlich: Auch wenn die Schlagfrequenz auf beiden Seiten ähnlich hoch war, erzielte Artur weiterhin die besseren Treffer. Cichy erwies sich dennoch als ernstzunehmender Gegner, der nicht so leicht auszuboxen war. Dies bewies der Pole vor allem in der dritten Runde, die zunehmend verbissener gekämpft wurde. Beide Sportler gingen hart an ihre Grenzen, die Schlussminute glich einer Schlacht.

Weder für das Publikum noch für Trainer Eugen Mamberger war nachvollziehbar, warum der Kampf von den Punktrichtern als unentschieden gewertet wurde. Artur boxte den gesamten Kampf über auf einem technisch höheren Niveau als sein Gegner. Trainer Mamberger bescheinigte seinem Schüler jedoch, zu seiner alten Form zurückgefunden zu haben und zeigte sich stolz auf die erbrachte Leistung.

Am 2. Dezember kann sich Artur erneut mit seinen Vereinskollegen beim Finale der Hessischen Mannschaftsmeisterschaften beweisen. Obwohl das Box Gym Uppercut einen Termin der Meisterschaften nicht wahrnehmen konnte, steht der Verein derzeit auf dem fünften Platz – das Treppchen ist zum Greifen nah!

Olympische Boxgala in Koblenz am 4.11.2017

 

Ergebnisse im Überblick:

Daniel Horig verliert knapp gegen Tarooz Wutmanzei aus dem Westerwald

Michael Wagner dominiert in zwei Sparringskämpfen gegen Arjanit aus Gerolstein sowie gegen Mario Luka aus Koblenz

Michel Quast gewinnt gegen Dominik Kowal aus dem Westerwald

Maxim Pschinnik gewinnt gegen Dominik Freitag aus Koblenz

Nach den dramatischen Kämpfen bei der U21 in Moers und beim Ländervergleichskampf Hessen gegen Baden-Württemberg ging es Schlag auf Schlag weiter für die Gießener Uppercut-Boxer. Sieben hessische Kämpfer starteten spontan bei der Olympischen Boxgala in Koblenz und bestritten acht von elf Kämpfen. Von den sieben hessischen Boxern waren allein fünf Gießener am Start, die durch ihren Einsatz die Veranstaltung retteten und sich wirklich sehenswerte Kämpfe lieferten.

Zunächst boxte Daniel Horig in seinem ersten Kampf gegen Tarooz Wutmanzei aus dem Westerwald. In der ersten Runde dominierte Daniel das Gefecht, blieb auf Distanz und ließ die gegnerischen Schläge ins Leere laufen. In der zweiten Runde war der Gegner besser eingestellt, Daniel wurde gleichzeitig auch selbstbewusster, nahm den Schlagabtausch an. Die dritte Runde verlief ähnlich wie die erste, jedoch stellten sich bei Daniel leichte Ausdauerprobleme ein, auch merkte man ihm langsam seine Aufregung vor dem ersten Kampf an. Trotz der leichten Probleme gelang es Daniel, seinen Gegner auf Distanz zu halten und sogar immer wieder in die Rückwärtsbewegung zu drängen. Dass das Kampfgericht zugunsten von Wutmanzei entschied, kam überraschend. Hier siegte vor allem der Heimvorteil.

Michael Wagner ließ sich nach siebenjähriger Pause auf gleich zwei Sparringskämpfe am gleichen Tag ein und legte ein überzeugendes Comeback hin. Seinen ersten Gegner, Arjanit aus Gerolstein, dominierte Michael von Anfang an mit der Führhand – der Gießener nutzte seine Reichweitevorteile aus, blieb auf Distanz und hatte den Kampf über alle drei Runden unter Kontrolle. Auch im zweiten Sparringskampf gegen den etwas älteren Mario Luka überzeugte Michael auf ganzer Linie. Der etwas leichtere Luka zeigte sich frech und aktiv, so dass der Gießener seinen Gegner zunächst in seine Schranken verwies. Nach zwei gezielten Leberhaken blieb Luka kurz die Luft weg und Michael konnte den Kampf ruhig zu Ende bringen. Auch wenn Michael in der Lage gewesen wäre, seinen Gegner K.O. zu boxen, war dies zu keinem Zeitpunkt eine Option. Mit Trainer Eugen Mamberger war verabredet, einen Kampf über drei Runden zu boxen – an den leichten Schwachpunkten mit der Ausdauer wird in den nächsten Wochen noch gearbeitet. Der Knoten ist jedoch geplatzt und Michael kann direkt an seine alten Erfolge anknüpfen. Bestätigung erhielt er an diesem Tag vom Publikum, dass sich begeistert zeigte von der Bereitschaft, zwei Kämpfe an einem Tag zu bestreiten.

Michel Quast kämpfte gegen den Lokalmatador Dominik Kowal – beide boxten auf einem technisch sehr hohen Niveau. Die erste Runde war geprägt von einem stetigen Distanzwechsel – im Nahkampf lag der Vorteil leicht bei Kowal, in der Distanz konnte jedoch Michel seine Stärken ausspielen. In der zweiten Hälfte der zweiten Runde konnte Michel den bis dahin recht ausgeglichenen Kampf übernehmen und steigerte sich immer mehr. Der Gegner fing an zu klammern, bis Michel einen Wirkungstreffer erzielte – Kowal knickte um und verletzte sich m Knie. Die dritte Runde trat er nicht mehr an, Michel wurde zum Sieger ausgerufen.

Den letzten Kampf auf Gießener Seite bestritt Maxim Pschinnik gegen Dominik Freitag aus Koblenz. Freitag wurde von Anfang an als Favorit gehandelt (42 Kämpfe/27 Kämpfe) – Max zeigte sich von dessen Erfahrungsvorsprung jedoch völlig unbeeindruckt. In der ersten Runde verlief der Kampf noch recht ausgeglichen mit leichten Vorteilen für den Gießener, die zweite Runde musste Max dann jedoch verloren geben. Die letzten 20 Sekunden der zweiten Runde hatten den bis dahin gut geführten Kampf überschattet – Max blieb immer wieder stehen und gab für diesen kurzen Moment das Ruder ab. In der Pause vom Trainer eingestellt, fand Max jedoch zu seiner Form zurück. Er befolgte die Anweisungen und traf den Gegner mehrmals mit der Schlaghand, mit Seitwärtshaken und Richtung Leber. Freitag verlor daraufhin seine Linie, was Max wiederum ausnutzte. Trotz des heimischen Vorteils überzeugte Max die Kampfrichter mit der überragenden dritten Runde von sich, der Sieg ging damit deutlich nach Gießen.

Die Boxgala war für die Gießener Sportler ein großer Erfolg – alle fünf Boxer haben gezeigt, dass sie sich durch ihr konsequentes hartes Training auch spontan gegen starke Gegner behaupten können.

Dramatische Kämpfe bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft U21 in Moers

 

Ergebnisse im Überblick:

Artur Mamberger unterliegt Anas El-Abid aus NRW (bis 69kg)

Daniel Büyükbalik unterliegt Samir Talo aus NRW (bis 75kg)

Bei der diesjährigen Internationalen Deutschen Meisterschaft der U21 in Moers waren zwei Gießener Boxer am Start. Artur Mamberger und Daniel Büyükbalik lieferten sich dramatische Kämpfe, mussten aber trotz ihrer sehr guten Leistungen leider ohne einen Sieg nach Hause fahren.

Artur Mamberger trainiert inzwischen im Olympiastützpunkt in Heidelberg. Die Vorbereitungen auf seinen ersten wichtigen Kampf in diesem Jahr waren gut verlaufen und ließen trotz des starken Gegners auf einen positiven Kampfverlauf hoffen. Artur lieferte sich mit Anas El-Abid aus Nordrhein-Westfalen einen Kampf auf sehr hohem Niveau über alle drei Runden. Bereits die erste Runde verlief intensiv, auf beiden Seiten wurde hart und schnell geboxt. El-Abid, etwas größer und damit mit Reichweitevorteilen, zeigte sich etwas aktiver als Artur, seine Schläge kamen durch Arturs gute Meidbewegungen jedoch nicht immer ins Ziel. Der Kampf verblieb auf einem hohen technischen Niveau – Artur gelangen zwar die besseren Treffer, das Kampfgericht entschied jedoch schlussendlich für den heimischen Boxer. Für das Publikum kam Arturs Niederlage überraschend, die meisten Zuschauer hatten ihn – wenn auch knapp – vorne gesehen. In der Nachlese des Kampfes zeigte sich, dass Artur nicht den besten Tag erwischt hatte und seine Dominanz, die er sonst zeigt, nicht abrufen konnte. Zusätzlich zu dem Heimvorteil des starken Gegners erschien dies als Zünglein an der Waage. Dass El-Abid kein leichter Gegner war, zeigte sich jedoch auch im weiteren Verlauf des Turniers: er wurde erst im Finale gestoppt.

Eine ähnliche Dramatik schwang auch im Kampf von Daniel Büyükbalik gegen Samir Talo (ebenfalls aus NRW) mit. Hier waren sich die Richter uneinig und entschieden nur knapp für Talo. Daniel und sein Gegner schenkten sich von Anfang an nichts und lieferten sich einen harten Kampf. In der dritten Runde übernahm Daniel jedoch das Ruder und zeigte eine herausragende Leistung. Trotz seiner klaren Treffer wertete das Kampfgericht für den etwas aktiveren Talo. Auch diese Entscheidung war umstritten, so dass Daniel und Artur gemeinsam mir Trainer Eugen Mamberger das Turnier mit einem bitteren Beigeschmack verließen.

Zumindest Daniel hatte einen Tag später wieder die Gelegenheit, seine knappe Niederlage wiedergutzumachen. In Westerheim im Ländervergleich Hessen gegen Baden-Württemberg dominierte er den Kampf gegen den heimischen Gegner Daniel Kornmeier. Dass das Kampfgericht dann zunächst zugunsten von Kornmeier stimmte, stieß beim Publikum auf völliges Unverständnis. Das Publikum feierte Daniel und quittierte die Entscheidung mit Buhrufen. Das Ergebnis wurde schlussendlich im Kampfpass geändert und Daniel verdient zum Sieger erklärt. Mit Daniels nachträglichem Sieg ging eine dramatische Woche für den Gießener Verein Uppercut zu Ende. Viel Zeit zum Durchatmen blieb jedoch kaum: schon einen Tag später kämpften fünf weitere Vereinskollegen in Koblenz.

 

 

Box-Gala in Ramstein-Miesenbach am 28.10.2017

 

Die Ergebnisse im Überblick:

Liam Stark dominiert deutlich in einem Wettkampfsparring gegen Firat Arsoy (Dietzenbach) an

Michel Quast unterliegt Ali Alam (Ramstein)

Maxim Pschinnik verliert überraschend gegen Vitali Frei (Ramstein)

Osman Azami trifft mit klaren Vorteilen in einem Sparringskampf auf Baali Osama El-Adlouni (Dietzenbach)

 

Am 28.10.2017 fand in Ramstein-Miesenbach die 4. Box-Gala, ausgetragen vom BC Olympia Ramstein, statt, an der vier Boxer des Gießener Boxvereins Uppercut teilnahmen.

Den Auftakt machte der jüngste der Gießener Delegation, Liam Stark (35,8 kg). In Liams Gewichtsklasse ließ sich leider kein Gegner finden, so dass er gegen den mit 38 kg etwas schwereren, aber etwas unerfahreneren Dietzenbacher Firat Arsoy in einem Wettkampfsparring antrat. Arsoy startete angriffslustig in den Kampf, so dass Liam zunächst auf Nummer sicher ging und den Gegner vorsichtig abcheckte. Aus der Rückwärtsbewegung konnte der Gießener Schüler den ein Jahr älteren Dietzenbacher gut auskontern, so dass trotz Liams vorsichtigem Herantasten die Runde klar an ihn ging. In der zweiten Runde war von Zurückhaltung nichts mehr zu spüren, Liam landete gezielte harte Treffer, schlug erfolgreiche Kombinationen zu Kopf und Körper, drängte Arsoy immer wieder zu den Seilen und bewies zu jedem Zeitpunkt seine Überlegenheit. Der Knoten war geplatzt, das Publikum jubelte dem Gießener zu. In der dritten Runde setzte Liam seinen Erfolgskurs fort, das Kampfgeschehen lag nun komplett in seiner Hand. Auch hier zeigte er schöne Aktionen, schlug mehrmals einen Leberhaken und dominierte von Anfang bis Ende. Auch wenn dieser Sieg nicht in den Kampfpass eingeht, hat Liam erneut seine boxerische Klasse gezeigt.

Im zweiten Kampf traf Michel Quast auf den zwei Jahre jüngeren, aber sehr selbstbewusst boxenden Ali Alam aus Ramstein. Alam ging sehr offensiv in den Kampf und bereitete Michel damit schnell Schwierigkeiten, so dass fast zu erwarten war, dass der Kampf nicht lange dauern würde. Michel bewies aber seine Stärke und konnte sich am Ende der ersten Runde wieder fangen. Leider reichte das nicht mehr, um den Kampf zu drehen. Auch die zweite Runde startete ähnlich, Alam ging sehr offensiv in den Kampf. Auch wenn Michel wirklich gute Treffer zeigte, konnte der Ramsteiner Gegner ihn abwehren, Michel boxte zunehmend taktisch unklug. In der dritten Runde ließ sich Michel sich von Alam immer wieder in den Nahkampf drängen, so dass der Kampf schlussendlich für den Ramsteiner gewertet wurde.

Nach einer kleinen Pause und einer Änderung der Gewichtsklasse von 64 auf 60kg stieg Osman Azami wieder in den Ring. Da auch für Osman kein Gegner gefunden wurde, wurde ein Sparringskampf gegen den etwas jüngeren, aber mit 69kg deutlich schwereren Baali Osama El-Adlouni aus Dietzenbach arrangiert. Osman übernahm von Anfang an den Kampf und dominierte über alle drei Runden deutlich. Auch wenn dadurch kaum Dramatik aufkam, hat Osman sich erneut als vielversprechendes Talent bewiesen.

Im letzten Kampf mit Gießener Beteiligung überraschte Maxim Pschinnik mit einer wirklich guten Leistung gegen Vitali Frei aus Ramstein. Nach dem unglücklichen Kampf der letzten Woche in Stadtallendorf, bei dem Maxim einen wirklich schlechten Tag erwischt hatte, hatte er sich diese Woche wieder gefangen und startete entschlossen in den Kampf. Maxims Strategie, den etwas kleineren, aber erfahreneren Frei, aus der Distanz auszuboxen, ging in den ersten beiden Runden überraschend gut auf. Erst in der dritten Runde zahlte sich die Erfahrung des Ramsteiner Gegners aus. Max musste leider wegen eines Kopfstoßes nach zu tiefem Rollen einen Punktabzug hinnehmen, so dass Frei knapp nach Punkten gewinnen konnte. Max kann dennoch stolz auf seine Leistung sein – ohne den Punktabzug hätte er den Sieg mit nach Hause nehmen können.

Boxnacht in Stadtallendorf am 21.10.2017

Die Ergebnisse im Überblick:

Artur Mamberger siegt gegen Jakob Adami (Limburg)

Michel Quast siegt gegen Kerim Delhamet (Zeilsheim)

Liam Stark tritt in einem Sparringskampf gegen Curtis Dwomoh (Marburg) an

Maxim Pschinnik unterliegt Henry Grün (Darmstadt)

 

Am 21.10.2017 fand die Boxnacht Statdtallendorf mit Beteiligung von vier Gießener Sportlern statt.

Artur Mamberger, der 2017 einen guten Auftakt im Männerbereich hatte und viele internationale Kämpfe absolvierte, traf bei der Boxnacht auf den Schützling des hessischen Jugendwarts, Jakob Adami aus Limburg. Für Adami ging es in diesem Kampf um die Qualifikation zur Hessischen Meisterschaft, Artur ging als klarer Favorit an den Start. Der Limburger Gegner kämpfte jedoch taktisch recht klug, so dass Artur überraschend weniger gute Aktionen zeigen konnte als erwartet. Arturs Plan war zunächst, Druck aufzubauen und mit Tempo zu boxen, Adami lief jedoch immer wieder weg oder klammerte bei Arturs Angriffen. Auch wenn dies nicht die schönste Art des Boxens ist, erwies sich dies als die klügere Variante als ein möglicher K.O. durch den haushoch überlegenen Gießener. Auch wenn der Sieg klar an Artur ging, hat der Kampf deutlich gemacht, dass Technik und Taktik individuell und je nach Situation angepasst werden müssen, was zur Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft eine gute Lehre sein wird.

Michel Quast kämpfte gegen den Zeilsheimer Kerim Delhamet, der mit 25 Kämpfen etwas mehr Erfahrung mitbrachte als Michel. Von Beginn an ging es zur Sache, die erste Runde glich bereits einer Schlacht, bei der die Vorteile ständig hin und her wechselten. Ein klarer Favorit war kaum auszumachen. Für die zweite Runde erhielt Michel dann die Anweisung, nicht zu mutig nach vorne zu gehen, aus der Distanz zu boxen und die Angriffe mit der Führhand gut vorzubereiten. Der Gießener setzte die Anweisungen perfekt um und entschied die zweite Runde damit klar für sich. In der dritten Runde fand Delhamet wieder in den Kampf zurück, besonders am Ende der Runde entwickelte sich wieder ein ausgeglichener Schlagabtausch. Über den Rest der Runde landete Michel jedoch die klareren Treffer und konnte verdient den Sieg mit nach Hause nehmen.

Liam Stark traf in einem Sparringskampf gegen den wesentlich unerfahreneren und auch jüngeren Marburger Curtis Dwomoh an. Liam zeigte über alle drei Runden, wie schönes Boxen aussehen kann. Der Gießener bewegte sich leichtfüßig, glich die gegnerischen Schläge gut aus und dominierte über alle drei Runden.

Einen schlechten Tag erwischte Maxim Pschinnik, der gegen den Darmstädter Henry Grün antrat. Der Kampf wurde von beiden Seiten nicht schön geboxt, mit leichten Vorteilen gewann Henry Grün.    

 

Anastasia Bogdanov holt den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft

Vom 10. bis 14.10.2017 wurde in Cottbus die 15. Deutsche Meisterschaft der Frauen ausgetragen. Die 19-jährige Anastasia Bogdanov hatte hier letztes Jahr einen überragenden zweiten Platz erkämpft. Nach einer längeren Pause musste der Trainingsrückstand wieder aufgeholt werden, so dass Anastasia und Trainer Eugen Mamberger noch mit etwas zurückhaltenden Erwartungen nach Cottbus reisten. Nach wochenlangem intensivem Training übertraf die Gießenerin jedoch alle Erwartungen, zeigte sich in Topform, bewies eine hervorragende Technik und konnte sich damit immerhin den dritten Platz erkämpfen.

Gleich in ihrem ersten Kampf traf Anastasia auf eine starke und erfahrene Gegnerin. Layla Hasanova vom Landesverband Südwest in der roten Ecke, dreifache Meisterin in Aserbaidschan, hatte sich in einem Sparringskampf im August in Idar-Oberstein bereits als ernstzunehmende Gegnerin erwiesen. Dieses Mal konnte sie der Gießenerin trotz ihrer Stärken jedoch nicht das Wasser reichen. Anastasia blieb über den gesamten Kampf die bessere Boxerin und Technikerin, bewegte sich gut und ließ ihre Gegnerin mit schönen Side Steps ins Leere laufen. Sie ließ Hasanova keine Chance das Kampfgeschehen zu übernehmen, siegte klar über alle drei Runden und sicherte sich damit ihren Platz im Halbfinale.

Hier traf Anastasia dann auf die mehrfache Deutsche Meisterin und Europameisterin der Jugend Irina Schönberger aus Baden-Württemberg. Die Gießenerin ließ sich jedoch in der ersten Runde von der Erfahrung der Gegnerin einschüchtern und startete zurückhaltend in den Kampf. In der zweiten und dritten Runde war von Zurückhaltung jedoch nichts mehr zu spüren, die beiden Sportlerinnen erwiesen sich als ebenbürtige Gegnerinnen. Die Gießenerin versuchte ab der zweiten Runde eine neue Taktik – nach einem gegnerischen Angriff direkt zu kontern oder nach längerem Zögern von Schönberger mit zwei Angriffen in den Kampf zu gehen. Dies funktionierte besser, so dass Anastasia diese Runde nur knapp verloren geben musste. In der dritten Runde hielt sie ihr Niveau weiterhin, leider konnte sie den Kampf trotz einiger erstklassiger Treffer nicht mehr zu ihren Gunsten drehen.

Anastasia unterlag nur knapp der erfahrenen Baden-Württembergerin, die einen Tag später Deutsche Meisterin wurde. Der Hessische Boxverein bescheinigte Anastasia auf seiner Facebook-Seite einen „Riesenkampf“ und teilt mit, dass mit der Gießener Boxerin „in Zukunft zu rechnen“ sei. Dies unterstreicht Trainer Mamberger, der am Ende des Wettbewerbs betont, wie stolz er auf seine Schülerin ist.

Finale der Hessenmeisterschaften am 24.9.2017 in Frankfurt

 

Ergebnisse im Überblick:

Anastasia Bogdanov unterliegt Ariane Winter (TuS Aschaffenburg Leider, Seniorinnen bis 75kg)

Diyar Erdem unterliegt Dinel Graca (Eintracht Frankfurt, Senioren bis 81kg)

Daniel Büyükbalik unterliegt Ibrahima Diallo (1. Box-Club Marburg, Senioren bis 75kg)

Das Finale der Hessenmeisterschaft am 24.09. verlief zwar nicht ganz so erfolgreich wie gewünscht, dennoch konnten immerhin drei Uppercut-Sportler den Titel Vizehessenmeister mit nach Hause nehmen.  

Halbfinale der Hessenmeisterschaften am 23.9.2017 in Frankfurt

 

Ergebnisse im Überblick:

Michel Quast unterliegt knapp Leon Anselm (TSV Korbach, Jugend bis 75kg)

Maxim Pschinnik unterliegt knapp Naweed Anwari (TG75 Darmstadt, Senioren bis 64kg)

Daniel Büyükbalik gewinnt gegen Arwid Schneider (Condor Limburg, Senioren bis 75kg)

Artur Mamberger gewinnt gegen Mohammadi Ghulam (VFL Bad Wildungen, Senioren bis 69 kg)

Diyar Erdems Gegner tritt nicht an – somit ist Diyar nach seinem Erfolg im Viertelfinale direkt im Finale

Nach den Erfolgen am vergangenen Wochenende starteten am 23.09.2017 vier Gießener Sportler in Frankfurt beim Halbfinale der diesjährigen Hessischen Meisterschaften. Nicht alle konnten ins Finale einziehen, dennoch haben alle vier Boxer sehenswerte Kämpfe abgeliefert.

Diyar Erdems Gegner für das Halbfinale musste aus gesundheitlichen Gründen den Kampf ansagen, so dass Diyar nach seinem fulminanten K.O.-Sieg der vergangenen Woche direkt ins Finale am Sonntag einziehen konnte.

Viertelfinale der Hessenmeisterschaften am 16. und 17.9.2017

 

Ergebnisse im Überblick:

Nina Geier unterliegt Schabnam Azimi aus Darmstadt (Junioren bis 54kg)

Adam Bairijew gewinnt gegen Morrison Owuso aus Bensheim (Senioren bis 69kg)

Diyar Erdem gewinnt gegen Tobias Hollubetz aus Neu-Isenburg nach K.O.  (Männer bis 81 kg)

 Am 16. und 17. September 2017 wurden in Bensheim und in Erlensee die Viertelfinalkämpfe der Hessischen Meisterschaften ausgetragen, an denen drei Gießener Sportler an den Start gingen.

Den Auftakt machte Nina Geier, die gegen die erfahrenere Darmstädterin Shabnam Azizi antrat. Der Leistungsunterschied war zwar erkennbar, dennoch lieferte sich die Gießenerin einen wirklich guten und ausgeglichenen Kampf. In der ersten Runde zeigte Nina einige gute Aktionen, der Respekt vor der routinierten Gegnerin war ihr jedoch anzumerken: die Schlagfrequenz war bei Azizi wesentlich höher. In der zweiten Runde konnte sich Nina zwar besser behaupten, aber auch diese Runde ging an die selbstbewusste Darmstädterin. Das Blatt wendete sich in der dritten Runde, in der Nina beweisen konnte was in ihr steckt. Aus der Distanz konnte sie gute klare Treffer landen, blieb nicht stehen und meisterte die Runde souverän. Auch wenn die dritte Runde klar für die Gießenerin gewertet wurde, konnte sie den Kampf jedoch nicht mehr für sich entscheiden. Dennoch hat sich Nina super verkauft und kann optimistisch in die Zukunft blicken. Einen Moment Geduld wird sie jedoch noch brauchen – ein zweiter Kampf am nächsten Tag musste wegen einer Verletzung am Daumen leider abgesagt werden.

Den zweiten Kampf für den Boxverein Uppercut bestritt Adam Bairijew, der nach längerer Pause wieder in den Ring stieg. Die Pause war Adam jedoch nicht anzumerken, er war von Anfang an seinem Gegner Morrison Owuso überlegen. Den Heimvorteil konnte der Bensheimer Owuso nicht nutzen, zeigte sich stürmisch und kämpfte unsauber. Adam setzte in der ersten Runde sehr gute Akzente, landete sowohl aus der Distanz als auch im Nahkampf klare Treffer und entschied die Runde für sich. In der zweiten Runde kam es zum Schlagabtausch, bei dem Owuso einen Cut über der Augenbraue erlitt. Da nicht hundertprozentig erkennbar, ob der Cut durch einen Kopfstoß oder einen Schlag zustande gekommen war, wurde der Kampf abgebrochen und normal gewertet. Die Entscheidung war jedoch eindeutig – Adam konnte souverän den Sieg mit nach Hause nehmen.

Am nächsten Tag wurde in Erlensee weitergekämpft. Hier traf Diyar Erdem auf den Neu-Isenburger Tobias Hollubetz. Diyar zeigte von Anfang an seine technische und boxerische Überlegenheit. Aus guten Meid- und Rollbewegungen heraus landete er wiederholt gute Treffer, so dass die erste Runde klar an den Gießener ging. In der zweiten Runde hielt Diyar an seiner Technik fest – nach einem Schlag gegen das gegnerische Kinn aus der Meidbewegung heraus ging Hollubetz zu Boden. Der Kampf wurde abgebrochen und Diyar der Sieg nach K.O. zugesprochen.

Die guten Ergebnisse lassen auf das nächste Wochenende hoffen, an dem das Halbfinale der Hessischen Meisterschaften ausgetragen werden. Vom Boxverein Uppercut werden teilnehmen:

Artur Mamberger

Maxim Pschinnik

Michel Quast

Anastasia Bogdanov

Daniel Büyükbalik

Für Liam Stark und Jan Urki konnten leider keine Gegner gefunden werden.  

Hessische Mannschaftsmeisterschaft in Darmstadt

 

Die Ergebnisse im Überblick:

Nina Geier gewinnt gegen Natalja Kosmalla (Marburg)

Maxim Pschinnik kämpft unentschieden gegen Eduard Gerstenlauer (BC Kostheim)

Daniel Büyükbalik kämpft unentschieden gegen Sharuz Toradideh (TV Alzey)

Anastasia Bogdanov unterliegt Ariane Winter (TuS Aschaffenburg Leider)

Ohne Gegner: Diyar Erdem

Am 27.08. wurden in Darmstadt die hessischen Mannschaftsmeisterschaften ausgetragen. Vier Sportlerinnen und Sportler des Boxvereins Uppercut waren vertreten.

Den Auftakt machte Nina Geier, die in ihrem ersten offiziellen Wettkampf für den Gießener Verein auf die Marburgerin Natalja Kosmalla traf (Kadetten bis 54kg). Kosmalla ging sehr selbstbewusst in den Kampf und versuchte mit wuchtigen, harten Schlägen ihre Gießener Gegnerin zu beeindrucken. Trainer Eugen Mamberger hielt Nina dazu an, keinen Schlagabtausch anzunehmen und auf Distanz zu gehen, so dass Nina zunächst in die Rückwärtsbewegung ging und die gegnerischen Schläge ins Leere laufen ließ. Aber auch aus der Defensive landete Nina einige klare Treffer und konnte so ab der zweiten Hälfte der ersten Runde den Kampf übernehmen. Kurz vor dem Gong wurde Kosmalla zum ersten Mal angezählt. In der Pause wurde Nina instruiert, die Marburgerin mehr mit der Linken zu stören – die Strategie ging schnell auf, so dass Nina ihre Gegnerin nach einem klaren Treffer stoppen konnte. Kosmalla wurde daraufhin zum zweiten Mal angezählt und der Kampf abgebrochen. Der Sieg ging damit souverän und verdient nach Gießen.

Die Kämpfe der Gießener Maxim Pschinnik und Daniel Büyükbalik wurden beide überraschend unentschieden gewertet. Zunächst kämpfte Maxim gegen Eduard Gerstenlauer aus Kostheim (bis 64kg). Der Kampf fing zunächst ausgeglichen an, in der zweiten Hälfte der ersten Runde landete Max jedoch bessere Treffer und beeindruckte den Gegner, so dass dieser anfing zu klammern, um die Runde zu überstehen. Auch die zweite Runde begann vielversprechend für den Gießener Sportler – Max blieb lang und zeigte klare Aktionen. Erst in der zweiten Hälfte verlor er etwas die Leichtigkeit, so dass der Kampf zunehmend verbissener geführt wurde. In der dritten Runde fand Max seine Linie jedoch wieder und trat offensiver auf, so dass Gerstenlauer wieder anfing zu klammern. Das Unentschieden war für alle überraschend, auch das Publikum hatte Max als Sieger gesehen und quittierte die Entscheidung mit Buhrufen.

Das Unentschieden von Daniel gegen Sharuz Toradideh (bis 75kg) war ebenso überraschend. Daniel lieferte sich einen großartigen Kampf und blieb über die ersten beiden Runden der dominantere und bessere Boxer, zeigte hervorragende Technik, schnelle Reflexe und gute Beinarbeit. Erst in der dritten Runde verlor der Gießener seine Linie, so dass der Kampf zugunsten von Toradideh zu kippen drohte. Auch wenn es ein schwacher Trost für die unverständliche Wertung für ein Unentschieden ist: insgesamt hat Daniel einen technisch sehr guten Kampf gezeigt und kann selbstbewusst in den nächsten Kampf gehen.

Im letzten Kampf für den Gießener Verein kämpfte Anastasia Bogdanov gegen Ariane Winter aus Aschaffenburg-Leider (bis 75kg). Anastasia stieg nach längerer Pause wieder in den Ring und bestritt hier ihren ersten offiziellen Wettkampf nach einigen Monaten. In der ersten Runde konnte die Gießenerin ihre Stärken ausspielen, bewies schnelle Reflexe und zeigte gute Beinarbeit und klare Schläge. In der zweiten Runde blieb Anastasia jedoch öfter stehen – ihre Gegnerin wurde zunehmend dominanter und zeigte mehr Kampfwillen. Dennoch konnte sich Anastasia auch in dieser Runde noch gut behaupten. In der letzten Runde wurde die Luft jedoch enger, Winter drängte die Gießenerin stetig nach vorne und ließ ihr keine Ruhe. Obwohl Anastasia ruhig blieb und über alle drei Runden klarere Treffer landete als ihre Aschaffenburger Gegnerin, entschieden die Kampfrichter für Winter. Deren dominantes Boxen hatte Anastasia schlussendlich den Sieg gekostet. Ende September kann Anastasia in einem erneuten Kampf gegen Ariane Winter beweisen, dass sie den Trainingsrückstand bald aufholen wird.

Boxgala in Idar-Oberstein am 19.08.2017

 

Am 19.08.2017 fand in Idar-Oberstein eine Boxgala der ganz besonderen Art statt: Die Sportlerinnen und Sportler wurden einzeln mit dem Pick-Up zum Freiluft-Boxring auf dem Schleiferplatz vorgefahren und bejubelt. Die tolle Atmosphäre spiegelte sich leider nicht in den einseitigen und parteiischen Entscheidungen wider. Nur einer der drei angereisten Gießener Boxer konnte mit einem Sieg nach Hause fahren – die anderen beiden mussten sich umstritten und unverdienterweise geschlagen geben.

Die Gießener Deutsche Vizemeisterin 2016 Anastasia Bogdanov trat in einem Sparringskampf gegen die mehrfache aserbaidschanische Meisterin Layla Hasanova an. Auch wenn der Kampf nicht offiziell gewertet wurde, zeigten beide Sportlerinnen – beide übrigens bereits EM-Teilnehmerinnen – über alle drei Runden ihre Klasse. Schon in der ersten Runde lieferten sich beide einen technisch sehr guten Kampf. Anastasia zeigte sich jedoch leicht im Vorteil und ließ ihre Gegnerin immer wieder ins Leere laufen. Die zweite Runde verlief ähnlich, Hasanova kam jedoch nun besser in den Kampf und erwies sich als hochrangige Gegnerin. In der dritten Runde ging Hasanova dann mehr nach vorne, so dass Anastasia ihre Strategie umstellen musste. In einer dramatischen letzten Runde zeigte die Gießenerin sich daher etwas abwartender und konterte präzise. Anastasia stellte auch gegen die erstarkte Gegnerin ihre Klasse unter Beweis und zeigte durchweg klare Treffer. Obwohl sie die Nase etwas weiter vorn hatte, hätte das Kampfgericht in einem Wertungskampf für Hasanova entschieden. Anastasia kann trotzdem stolz sein auf den absolut sehenswerten und hochklassigen Kampf gegen eine würdige Gegnerin.

Den Kampf von Maxim Pschinnik gegen Karo Murado war so eindeutig, dass das Kampfgericht klar anerkennen musste, dass Max von Anfang an der bessere Boxer war. Der Gießener blieb die meiste Zeit draußen und boxte seinen etwas kleineren Gegner aus der Distanz aus. Auch wenn Max ab und zu kleinere technische Fehler zeigte, kam Murado zu keiner Zeit an ihn heran. Damit siegte Max souverän und verdient 3:0.

Den dritten Kampf mit Gießener Beteiligung bestritt Artur Mamberger gegen Alan Unadzhev, mit knapp 30 Jahren und mehreren Teilnahmen an DM und EM ein ernstzunehmender und sehr erfahrener Gegner. Bereits in der ersten Runde zeigten die Kontrahenten ihre boxerische Klasse, beide setzten viele sehenswerte technische Elemente ein. Auch wenn Artur in einigen Aktionen etwas genauer blieb, war die Runde relativ ausgeglichen. In die zweite Runde ging Unadhzev wesentlich verbissener und härter in den Kampf. Artur ließ sich jedoch nicht verunsichern, der Gegner lief immer wieder in Arturs Schläge. Der Gießener war in dieser Runde definitiv der stärkere Boxer. Die dritte Runde wurde dann zusehends in eine Schlacht verwandelt. Die Zuschauer konnten kaum mehr beurteilen, wer von den beiden das Geschehen gerade dominiert. Nach dieser kräftezehrenden dritten Runde musste Artur zur Überraschung der Zuschauer den Kampf verloren geben. Dem parteiischen Urteil konnten er und Trainer Eugen Mamberger nichts entgegensetzen.

Boxveranstaltung beim Stadtfest in Marburg am 8. Juli:

3TM-Boxmeeting

 

Ergebnisse im Überblick:

Maxim Pschinnik gewinnt gegen Tajik Fais aus Limburg 2:1 n.P (Männer bis 67 kg)

Diyar Erdem unterliegt Jan Jopek aus Düren 2:1 n.P (Männer bis 81 kg)

Sparringskampf Artur Mamberger gegen Frank Kilp aus Darmstadt (Männer bis 67 kg)

Liam Stark gewinnt klar gegen Dakel Jahel aus Erfurt 3:0 n.P. (Schüler bis 32 kg)

Am 8. Juli starteten traditionell bei der Boxveranstaltung des Marburger Stadtfestes auch einige Gießener Sportler. Dieses Jahr gab es jedoch eine Premiere am Lahnufer: Erstmals traten sie für ihren eigenen Boxverein „Uppercut Gießen“ an.

Den ersten Kampf bestritt Maxim Pschinnik, der auf Tajik Fais aus Limburg traf (Männer bis 67 kg). Der Limburger erwies sich als hart schlagender und schwieriger Gegner, der von Anfang an zeigen wollte, wer Chef im Ring ist. Max konnte in der ersten Runde noch gut ausgleichen, ab der zweiten Runde schien es jedoch eng zu werden. Trainer Eugen Mamberger änderte daher die Taktik und wies Max an, sich mehr auf die Führhand zu konzentrieren. Dieser Plan ging gut auf, Max fand seine Linie wieder und konnte ab da den Kampf besser und aktiver gestalten. Mit leichtem Vorteil konnte der Gießener am Ende eines harten Kampfes die Punktrichter überzeugen und den Sieg 2:1 nach Punkten einstreichen.

Diyar Erdem absolvierte am Lahnufer seinen ersten Kampf (Männer bis 81 kg). Gegen seinen Kontrahenten, Jan Jopek aus Düren, wählte Diyar in der ersten Runde jedoch leider die falsche Taktik. Nach der verlorenen ersten Runde kam der Gießener besser in den Kampf und überzeugte mit präzisen genauen Schlägen. Diese Runde konnte Diyar für sich entscheiden. Die dritte Runde verlief relativ ausgeglichen, die Punktrichter sahen Jopek jedoch mit leichten Vorteilen vorne. Mit einem respektablen 2:1 nach Punkten kann Diyar aber dennoch stolz sein. Mit ein bisschen mehr Ausdauer wird er sich bei seinem nächsten Kampf sicher besser schlagen.

Einen boxerisch erstklassigen Kampf lieferten sich Artur Mamberger und der Darmstädter Frank Kilp (Männer bis 67 kg). Ursprünglich sollte Artur den Schlusskampf bestreiten, da jedoch kein Gegner gefunden werden konnte, arrangierte man kurzerhand einen Sparringskampf gegen den etwas jüngeren, aber als zweifacher Deutscher Meister und EM-Teilnehmer sehr erfahrenen und erfolgreichen Kilp. Das Tempo des Kampfes war über alle drei Runden sehr hoch, beide Gegner kämpften auf sehr hohem Niveau. Arturs Taktik, nach Meid- und Rollbewegungen direkt zu kontern, ging gegen den etwas größeren Kilp auf, so dass der Gießener über alle drei Runden die Nase leicht vorn behielt. Obwohl dies kein regulärer Kampf war, zeigten beide Sportler hier eine erstklassige Leistung und ein absolut sehenswertes Gefecht.  

Als letzter Gießener Sportler stieg Liam Stark in den Ring gegen Dakel Jahel aus Erfurt (Schüler bis 32 kg). Das Nachwuchstalent des Gießener Vereins bereitet sich schon auf die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften 2018 vor, seine Siegesserie setzte sich auch an diesem Samstag fort. Liams Gegner ging selbstbewusst in den Kampf und wollte direkt zur Sache gehen. In der ersten Runde sollte Liam erst einmal den Gegner auschecken und kein Risiko eingehen. Nachdem er daher zunächst die Schläge aus der Rückwärtsbewegung ausglich, übernahm Liam ab Ende der ersten Runde den Kampf und wurde ab diesem Moment zunehmend stärker. In der zweiten Runde wurde Jahel nach einer rechten Gerade angezählt, so dass Trainer Mamberger seinen Schützling anweisen musste, etwas Tempo aus dem Kampf zu nehmen und den Erfurter klassisch auszuboxen. Der Rest des Kampfes geriet dann für Liam zu einem Kinderspiel. Souverän entschied der Gießener Schüler den Kampf 3:0 nach Punkten für sich. Liam hat damit die Messlatte in seiner Alters- und Gewichtsklasse erneut noch einmal höher gelegt!  

 

Boxveranstaltung des Goldenbox Gym Wiesbaden am 1. Juli 2017 – Liam Stark setzt Erfolgsserie fort

Ergebnisse im Überblick:

Liam Stark siegt souverän gegen den Wiesbadener Yessin Koulali (34kg) 3:0

Osman Azabi verliert unterliegt Adam Safi/Taunusstein (65kg) 3:0

Daniel Büyükbalik unterliegt Syska Remigius/Feuchtwangen (75kg) 2:1

Am 1. Juli 2017 waren drei Gießener Sportler bei der Boxveranstaltung des Goldenbox Gym Wiesbaden am Start. Der Jüngste im Bunde – Liam Stark (34kg) – konnte nach den Erfolgen bei den Hessischen Mannschaftsmeisterschaften und dem Black Forest Cup erneut auf ganzer Linie überzeugen.

Liam traf in Wiesbaden ein weiteres Mal auf Yessin Koulali, gegen den der Gießener Schüler schon bei den Hessischen Mannschaftsmeisterschaften im April geboxt hatte. Beide Sportler gingen also gut vorbereitet in den Kampf. Trotz seiner Niederlage im April zeigte sich der Wiesbadener Koulali vor allem in der ersten Runde noch selbstbewusst. Dem Schlagabtausch zu Beginn des Kampfes konnte Liam jedoch mit guten Aktionen begegnen. Liams Überlegenheit zeigte sich spätestens ab der zweiten Runde deutlich – Koulali hatte keine Chance mehr. Der Gießener zeigte durchweg sichere Meidbewegungen, gute Beinarbeit und Technik. Liam konnte seinen Wiesbadener Gegner klassisch ausboxen. Der Sieg ging damit mehr als verdient nach Gießen.  

Osman Azami bestritt in Wiesbaden seinen ersten Kampf (in der Gewichtsklasse bis 65kg). Auch wenn Osman gegen Adam Safi aus Taunusstein nicht gewinnen konnte, konnte er beweisen, dass noch viel Potential in ihm steckt. Der Gießener Athlet war gut vorbereitet und hatte hart trainiert – dadurch schien Osman jedoch zu siegessicher, was dazu führte, dass er zunächst nicht optimal in den Kampf kam und seine Linie nicht finden konnte. Auch seine Taktik gegen den etwas größeren Safi ging nicht auf. In der dritten Runde konnte Osman jedoch noch einmal mit einigen sehr guten Aktionen seine Stärken zeigen. Mit etwas mehr Erfahrung kann Osman bei seinen nächsten Kämpfen auch Siege einstreichen.

Etwas Pech hatte Daniel Büyükbalik (bis 75kg). Er traf auf Syska Remigius aus Feuchtwangen/Bayern, der sich als sehr starker und hartnäckiger Gegner erwies. Die erste Runde entwickelte sich daher schnell zu einer regelrechten Schlacht. Daniel konnte dabei immer wieder gute Treffer landen, den gegnerischen Schlägen konnte er mit schönen Roll- und Meidbewegungen ausweichen. Die erste Runde ging damit ganz klar an Daniel. Ab Mitte der zweiten Runde konnte der Gießener seine Linie nicht mehr halten und verlor einige Aktionen. Dies setzte sich leider bis zur dritten Runde fort. Auch wenn Daniel insgesamt mehr Treffer landen konnte, dominierte Remigius den Kampf in der zweiten und dritten Runde leicht. Daniel musste sich daher dem Bayern mit einem 2:1 nach Punkten geschlagen geben.

Michel Quast holt Bronze bei der Deutschen Meisterschaft U19

Am gleichen Wochenende kämpften bei zwei weiteren Turnieren auch Michels Vereinskollegen Artur Mamberger und Maksim Pschinnik.

 

Vom 14. bis 17. Juni 2017 wurden in Velbert /Nordrhein-Westfalen die Deutschen Meisterschaften der U19 ausgetragen. Aus Gießen war der Mittelgewichtler Michel Quast (75kg) am Start, der bei seinen ersten Deutschen Meisterschaften im Jugendbereich direkt Bronze holen konnte.

In seinem ersten Kampf (per Freilos) traf Michel auf Aslan Engin, der sich zunächst als starker und routinierter Gegner erwies. In der ersten Runde hatte Michel daher noch einige Anfangsschwierigkeiten und wirkte etwas verkrampft. Der Gießener blieb bei einigen Aktionen zu lange am Gegner dran und lief dabei mehrere Male Gefahr, in die Konter hineinzulaufen. Die Runde ging daher knapp an Engin. Das Blatt wendete sich jedoch in der zweiten Runde – hier zeigten sich klare Leistungsunterschiede: die internationalen Erfahrungen, die Michel bereits sammeln konnten, zahlten sich auf ganzer Linie aus. Michel konnte nach der Ringpause alle Erwartungen übertreffen, zeigte gute klare Aktionen und ließ dem Gegner kaum mehr eine Chance. Dies setzte sich in der dritten Runde fort. Engin schien den Gießener Kontrahenten unterschätzt zu haben und musste gegen Ende des Kampfes hart einstecken. Die zweite und dritte Runde gingen daher ganz klar an Michel. 

Im Halbfinale traf Michel dann auf den späteren Deutschen Meister Ceyhan Güleryüz. Zu Beginn der ersten Runde konnte Michel sich gut behaupten – etwa zehn Sekunden vor Schluss der Runde lief der Gießener jedoch unglücklich in den gegnerischen rechten Seitwärtshaken. Mit blutiger Nase musste Michel dann leider hinnehmen, dass der Kampf abgebrochen wurde.

Die hessische Auswahl belegte beim Turnier übrigens den zweiten Platz mit zweimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze.

Artur Mamberger (69kg) boxte in Italien gegen den fünf Jahre älteren Mohamed Nasri. Den Altersvorteil merkte man dem Gegner durchaus an – er erwies sich als cleverer und hartnäckiger Kämpfer. In der ersten Runde konnte Artur ihn auf Distanz halten. Ab der zweiten Runde drängte Nasri den Gießener immer öfter in den Nahkampf. Gänzlich unbeeindruckt konnte Artur aber auch im Nahkampf seine Stärken zeigen und boxte seinen Gegner elegant aus. Der Sieg ging damit klar nach Gießen.

Maxim Pschinnik (64kg) kämpfte in Ludwigshafen am Rhein gegen den ehemaligen deutschen Meister Dominik Allmendinger, der nach drei Jahren Pause zum ersten Mal wieder im Ring stand. Die Erfahrungen des Gegners zahlten sich in der ersten Runde aus, die Runde wurde für Allmendinger gewertet. Maxim konnte jedoch den Kampf noch drehen. Sein guter Trainingszustand machte sich in den beiden folgenden Runden deutlich bemerkbar, in der dritten Runde stand der Kampf sogar kurz vor dem Abbruch. Die zweite und dritte Runde gingen souverän an Maxim, der damit den Sieg mit nach Hause nehmen konnte.

Black Forest Cup in Villingen-Schwenningen vom 01. bis 04. Juni 2017

Vom 1. bis 4. Juni 2017 fand in Villingen-Schwenningen der Black Forest Cup statt. Fünf Gießener Sportler waren gemeinsam mit Trainer Eugen Mamberger in den Schwarzwald gereist, um ihre Kräfte zu messen. Trotz guter Leistungen konnte diesmal zwar nur der Jüngste im Bunde einen Sieg einstreichen, dennoch war das Turnier alles andere als vergebens: bei den Kämpfen im Wettbewerb sowie bei zahlreichen zusätzlichen Sparringskämpfen konnten alle Gießener Teilnehmer wichtige Erfahrungen sammeln.

Die Ergebnisse im Überblick:

1.6.17 Liam Stark gewinnt gegen Leon Schwarzkopf (Halbfinale Papiergewicht Schüler bis 34kg)

4.6.17 Liam Stark gegen Nauros Khaled (Finale Papiergewicht Schüler bis 34kg)

1.6.2017 Alina Fedtschenko verliert gegen Emily Mauermann (Achtelfinale Federgewicht, Jugend weibl. bis 57 kg)

2.6.17 Alina Fedtschenko verliert gegen Marie Bachmaier (Viertelfinale Federgewicht, Jugend weibl. bis 57 kg)

2.6.17 Jan Urki gegen Martin Balog (Fliegengewicht Kadetten bis 50kg)

3.6.17 Daniyil Rudenko verliert gegen Jude Gallager aus Irland (Halbfinale Halbfliegengewicht Jugend bis 48kg)

3.6.17 Michel Quast verliert gegen Ceyhan Güleryüz (Halbfinale Mittelgewicht JG bis 75 kg)

 

Als erster Gießener trat Liam Stark gegen den Thüringer Leon Schwarzkopf im Halbfinale Papiergewicht (Schüler bis 34kg) an. Liam war seinem Gegner von Anfang an wesentlich überlegen. Auch wenn Schwarzkopf durchaus versuchte, nach vorne zu marschieren und Liam in den Innenfight zu zwingen, ließ sich der Gießener Schüler nicht beirren und behielt das Geschehen über alle Runden unter Kontrolle. Liam bewies eine hervorragende Technik, landete schöne lange Schläge und hielt den Thüringer Gegner damit auf Distanz. Seine schnellen Reaktionen ließen dem Thüringer Gegner keine Chance, so dass Liam fast mühelos ins Finale einziehen konnte.

Bis zum Finale drei Tage später wurden noch zwei Sparringskämpfe organisiert, bei dem Liam erneut seine Klasse beweisen konnte. Sein erster Kampf konnte dem Schüler keine Reize bieten, spielerisch boxte er seinen Gegner aus. Auch den zweiten Sparringskampf konnte Liam für sich entscheiden. Der Gegner war zwar bereits um einiges stärker, dennoch hatte auch er keine Chance.

Am 4.6. kämpfte Liam dann im Finale gegen Nauros Khaled. Khaled erwies sich als robuster Gegner mit Siegeswillen. Liam konnte jedoch mit schönen Side Steps immer wieder aus der Schusslinie gehen und setzte dann mit harten Schlägen nach. Insgesamt war Liam auch hier wieder der überlegenere, härtere und schnellere Kämpfer und gewann damit das Turnier in seiner Klasse.

Alina Fedtschenko (Federgewicht, Jugend weibl. bis 57 kg) traf in ihren beiden Kämpfen auf sehr erfahrene Gegnerinnen, die beide sogar für die EM nominiert sind. Alina ging am 1.6. mit viel Respekt in ihren ersten Kampf des Turniers gegen die deutsche Meisterin Emily Mauermann. Die Gießenerin hatte durchaus gute Momente, aber hier sprach die Erfahrung klar für sich. Ein paar kleinere taktische Fehler führten dazu, dass ihre Gegnerin immer eine Nase vorne hatte. In der zweiten Auseinandersetzung gegen Marie Bachmaier konnte sich Alina etwas besser schlagen, ähnliche kleine Fehler führten jedoch auch hier dazu, dass sie den Kampf leider nicht für sich entscheiden konnte. Dennoch war das Turnier ein Erfolg für Alina. In einem weiteren Sparringskampf konnte sie ihre Stärken unter Beweis stellen und erwies sich als ernstzunehmende Gegnerin. Trainer Mamberger sieht das Turnier als wichtige Erfahrung und ist zuversichtlich, dass Alina bald wichtige Siege einstreichen kann.

Auch Jan Urki konnte den Black Forest Cup nutzen, um Erfahrungen zu sammeln. Leider kam durch eine Falschmeldung kein Turnierkampf zustande, Jan konnte aber an drei Tagen in Sparringskämpfe gegen wirklich starke Sportler antreten.

Daniyil Rudenko (Halbfliegengewicht Jugend bis 48kg) konnte vor seinem Halbfinalkampf gegen den Iren Jude Gallagher ebenfalls einen Sparringskampf absolvieren, den er klar für sich entscheiden konnte. Der Sparringsgegner, mit 28 Kämpfen wesentlich erfahrener als der Gießener (2 Kämpfe) und beim Turnier immerhin Zweiter, hatte gegen Daniyil Probleme, sich durchzusetzen. Daniyil wurde von Runde zu Runde stärker, der Sparringsgegner schien zum Ende des Kampfes immer lustloser. Daniyil gewann damit verdient.

Ähnlich wie Alina traf Daniyil im Halbfinale auf einen sehr erfahrenen Gegner, den Iren Jude Gallagher (60 Kämpfe), dem Daniyil zu viel Respekt erwies. In der ersten Runde konnte der Gießener noch gut mithalten, in der zweiten Runde verlor er jedoch seine Linie. Der Ire wurde immer besser, so dass Trainer Mamberger den Kampf zum Schutz seines Schülers abbrechen ließ. Daniyil kann dennoch stolz auf sich sein. Der Erfolg gegen den Turnierzweiten und zwei weitere Sparringskämpfe, bei denen Daniyil gut mithalten konnte, lassen auf baldige Siege hoffen.

Michel Quast (Mittelgewicht Jugend bis 75kg) hatte leider kaum Chance, seine guten boxerischen Leistungen unter Beweis zu stellen. Sein Gegner Ceyhan Güleryüz, mehrfacher deutscher Meister und Rechtsausleger mit internationaler Kampferfahrung, hatte schon einmal gegen Michel gewonnen. Auch in diesem Kampf konnte sich Michel nicht durchsetzen. Zunächst konnte er Güleryüz noch auf Distanz halten, wurde dann jedoch in den Innenfight gedrängt und kassierte einen Leberhaken. Er wurde angezählt, fand jedoch nicht wieder zu seiner Stärke zurück. Nach einem zweiten Haken wurde der Kampf in der ersten Runde abgebrochen. Michel hatte sich zu sehr auf seine eigenen Schläge konzentriert und dadurch seine taktische Linie verloren.

Mitte Juni wird Michel bei der Deutschen Meisterschaft antreten. Mamberger zeigt sich zuversichtlich, dass diese Erfahrung nützlich war, dass solche Fehler nicht noch einmal passieren.

 

Ländervergleichskampf am 27.05.17 gegen die Ukraine in Freimersheim

 

Adam Bairijew gewinnt gegen Kuz Taras durch K.O. in der 1. Runde (Männer bis 69kg)

Artur Mamberger kämpft unentschieden gegen Zhyayan Mykola (Männer bis 75kg)

 

Nur eine Woche nach den herausragenden Siegen gegen eine polnische Länderauswahl waren am 27.05.2017 zwei Athleten des Boxvereins Uppercut auch im Ländervergleichskampf gegen die Ukraine erfolgreich. Auf dem Weg dahin mussten jedoch einige Hürden überwunden werden: Adam Bairijew sprang für einen nicht angereisten Boxer ein, Artur Mambergers Gegner war ebenfalls nicht angereist, so dass ein neuer Kontrahent ausgemacht werden musste. Beide Gießener nahmen die neuen Herausforderungen an und konnten von sich überzeugen.

 

Zunächst kämpfte Adam gegen den Ukrainer Kuz Taras (Männer bis 69kg). Auch wenn Adam ursprünglich nicht für einen Kampf vorgesehen war, konnte der 19-Jährige aufgrund seines hartnäckigen Trainings selbstbewusst in den Kampf gehen. Der ukrainische Gegner startete aggressiv in die erste Runde – Adam kam jedoch gut in den Kampf hinein, zeigte gute Geraden und traf Taras sogar mit einem Leberhaken. Trainer Eugen Mamberger erkannte schnell, dass Taras Platz für die Rechte ließ. Nach der Ansage des Trainers traf Adam den Ukrainer am Kinn. Der Gegner verlor seinen Mundschutz, taumelte und fand seine Linie nicht wieder. Der Kampf wurde vom Ringrichter abgebrochen, so dass Adam direkt in der ersten Runde zum Sieger durch K.O. erklärt wurde.

 

Artur Mamberger (69kg) kämpfte durch den Ausfall seines eigentlichen Gegners gegen den wesentlich schwereren Zhyzhayan Mykola (75kg). Arturs Plan war zunächst, den muskulösen Ukrainer, der im Nahkampf sehr stark ist und harte Schläge austeilen kann, aus der Distanz auszuboxen. Dieser Plan ging leider nicht ganz auf. Der Gießener ging zwar vielversprechend in jede Auseinandersetzung, wurde jedoch immer wieder in den Innenfight gedrängt. Mykola ließ Artur wenig Gelegenheit, seine technischen Stärken auszuspielen. Es gelang Artur, einige der wuchtigen und schweren Schläge des Gegners abzuwehren und im Nahkampf ebenfalls mehrere harte Treffer zu landen. Die beiden Kontrahenten teilten gleichermaßen aus, das Publikum stand ebenso wie die Boxer selbst unter Strom. Aus dem Kampf wurde eine regelrechte Schlacht, die letztendlich unentschieden gewertet wurde. Der sehenswerte und fair ausgetragene Kampf wurde als der beste des Turniers ausgezeichnet, Artur und Mykola wurden zu den besten Kämpfern gewählt.

 

Michel Quast und Adam Bairijew triumphieren beim Ländervergleichskampf am 22.05.2017 in Jastrzebie Zdroj/Polen

 

 

Michel Quast gewinnt gegen Trybala Szymon (Jugend bis 75 kg)

Adam Bairijew gewinnt gegen Filipek Adam (bis 69 kg)

 

Beim Ländervergleichskampf in Jastrzebie Zdroj/Polen konnten Michel Quast und Adam Bairijew vom Boxverein Uppercut (für das Box Gym Dreger/TV Alzey) auf ganzer Linie überzeugen. Die zuhause gebliebenen Gießener Vereinskollegen konnten die Kämpfe unter live.bokser.org verfolgen und erlebten mit, wie Michel und Adam ihren Gegnern keine Chance ließen.

 

Zunächst ging Michel in der blauen Ecke gegen Trybala Szymon (Jugend bis 75 kg) an den Start. Szymon ging mit zehn Kämpfen mehr als Favorit ins Rennen gegen Michel, der seinen insgesamt 15. Kampf absolvierte. Szymon legte dementsprechend direkt los, Michel hingegen ließ sich davon nicht beeindrucken. Der Gießener konnte den Kampf schnell übernehmen und konterte den polnischen Gegner kaltblütig aus. Michels Plan, Szymon auf Distanz zu halten, ging auf – Beweglichkeit, gutes Timing und gute Beinarbeit führten zusätzlich dazu, dass Michel in der ersten Runde kaum Treffer kassierte und diese Runde klar für sich entscheiden konnte. Fast sah es nach einem vorzeitigen Sieg aus, in der zweiten Runde erholte sich Szymon jedoch und zeigte einige gute und gefährliche Aktionen. Michel hatte es zwar nun deutlich schwerer, konnte seine Linie jedoch halten und hatte damit auch in dieser Runde klar die Nase vorn. Szymon fand auch in der dritten Runde keine Mittel mehr, den Kampf zu drehen. Michel wurde von Sekunde zu Sekunde stärker und konnte nach einem sehenswerten Kampf den verdienten Sieg nach Hause bringen.  

 

Auch Adam Bairijew traf auf einen erfahrenen Gegner. 140 Kämpfe gehen auf das Konto des Polen Filipek Adam, was den Gießener Boxer vor keine leichte Aufgabe stellte. Adam (GI) war jedoch gut eingestellt und konnte alle seine Stärken ausspielen. Er zeigte sich sehr beweglich und konnte den polnischen Gegner nach Meid- und Rollbewegungen immer wieder gezielt treffen. Im gesamten Kampf erwies sich Adam als der überlegenere Boxer. Er ließ Filipek Adam keine Gelegenheit, die eigenen Stärken zu zeigen, so dass auch die guten Aktionen des Polen immer wieder ins Leere liefen oder von Adam gekontert werden konnten. Auch dieser Kampf wurde ganz klar für den Gießener Sportler entschieden.

 

Michel und Adam wurden für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet: Michel wurde zum besten Kämpfer des deutschen Teams, Adam zum besten Kämpfer des Turniers gekürt. Die beiden Siege machen gespannt auf den anstehenden Ländervergleichskampf gegen eine ukrainische Auswahl am 27.05. in Freimersheim/Pfalz.

Ländervergleichskampf gegen Moldawien am 6.5.2017 in Aschaffenburg-Leider

 

Am 6. Mai 2017 fand in Aschaffenburg-Leider ein Ländervergleichskampf  gegen Moldawien statt, an dem auch zwei Athleten des Boxvereins Uppercut ihre Kräfte messen konnten.

 

In einem der Vorkämpfe traf zunächst Jan Urki in einem Sparrings-Wettkampf auf den Hochheimer Sofian Bizzit. Im Vergleich zu seinen bisherigen Kämpfen konnte Jan diesmal zeigen, dass er aktiv das Kampfgeschehen lenken kann. Jan und sein Gegner zeigten beide vollen Einsatz und lieferten sich einen harten Schlagabtausch. Der Gießener bewies erneut eine Leistungssteigerung, der starke Gegner ließ jedoch leider nur ein Unentschieden zu.

 

Adam Baijirew wurde vom moldawischen Meister Ahmed Cemortan herausgefordert. Cemortan gilt mit 54 Kämpfen und 49 Siegen als sehr erfahren und trat entschlossen, selbstbewusst und routiniert gegen den Gießener Athleten an. Adams Strategie, den Gegner möglichst auf Distanz zu halten, ging leider nicht auf – Cemortan drängte Adam immer wieder in den Innenfight. Beide Gegner gaben alles und lieferten sich eine regelrechte Schlacht. Der Moldawier teilte immer wieder Körperschläge aus, Adam trotzte jedoch mit zielgerichteten Aufwärtshaken und entschied diese Runde für sich. Auch in der zweiten Runde schenkten sich beide Gegner nichts, Cemortan konnte hier aber etwas mehr überzeugen. In der dritten Runde zeigte sich Adam deutlich frischer als sein bereits angeschlagener Gegner. Es gelang dem Gießener den moldawischen Meister auf Distanz zu halten und Cemortan mit mehreren Aufwärts- und Leberhaken zu schwächen. Die dritte Runde ging klar an Adam, der damit den Sieg mit nach Hause nehmen konnte.  

2 Hessische Mannschaftsmeisterschaft in Frankfurt

Am 29. April fand in Frankfurt die Hessische Mannschaftsmeisterschaft statt, bei dem der Boxverein Uppercut erneut auf ganzer Linie überzeugen konnte. Von insgesamt neun Kämpfen konnten die Gießener Sportler sechs Siege mit nach Hause nehmen, ein weiterer Kampf wurde unentschieden gewertet.

Die Ergebnisse im Überblick:

  1. Schüler -34kg: Liam Stark gewinnt gegen Yessin Koulali (GBG Wisbaden)
  2. Kadetten -49kg: Jan Urki verliert gegen Ilias Temooaoui (BC Hochheim)
  3. Weibl. Jug. -56kg: Alina Fedtschenko gewinnt gegen Melina Swety (1. BC Marburg)
  4. Männer -64kg: Maxim Pschinnik verliert gegen Henry Grün (TG75 Darmstadt)
  5. Jugend -75kg: Michel Quast gewinnt gegen Calito Cumic (GBG Wiesbaden)
  6. Männer -67kg: Adam Baijriew gewinnt gegen Vitali Frei (TV Alzey)
  7. Männer -80kg: Maksim Bogdaschin kämpft unentschieden gegen Mirsad Nicevic (BC Offenbach Nordend)
  8. Männer -75kg: Daniel Büyükbalik gewinnt gegen Leon Anselm (TSV Anselm)
  9. Männer +91kg: Benedikt Lilienthal gewinnt gegen Rasim Aksu (Spirit Frankfurt)

 

In der Schüler-Klasse bis 34kg traf Liam Stark auf den Wiesbadener Yessin Koulali, der nur vier Wochen zuvor seine Stärken im Kampf gegen Liams Vereinskollegen Grigori Smoljaninov gezeigt hatte. Auch in diesen Kampf ging Koulali hoch motiviert und zeigte einen starken Kampf, von dem sich Liam aber nicht einschüchtern ließ. Liam, der in Frankfurt seinen ersten Kampf nach einer längeren Pause bestritt, steigerte sich von Runde zu Runde. Sowohl sein hartes Training im Vorfeld als auch seine Erfahrung hatten sich ausgezahlt, so dass er alle drei Runden für sich entscheiden konnte.

Jan Urki (Kadetten bis 49kg) kämpfte in seinem insgesamt zweiten Kampf gegen Ilias Temooaoui vom BC Hochheim. Der etwas größere und schwerere Rechtsausleger konnte die ersten zwei Runden für sich entscheiden, da Jan etwas zu verhalten in den Kampf ging. Seinen Körpervorteil konnte Temooaoui in der dritten Runde jedoch nicht mehr ausnutzen: Jan konnte seine technischen Stärken unter Beweis stellen, so dass diese Runde an den Gießener Schüler ging. Auch wenn es für Jan damit nicht zum Sieg reichte, hatte er erneut eine Steigerung seines Könnens gezeigt.

Alina Fedtschenko (Jugend bis 56kg) konnte bei den Meisterschaften zwar mit einem Sieg, aber auch um eine Erfahrung reicher nach Hause fahren. Alina ging als klare Favoritin in den Kampf gegen die Marburgerin Melina Swety, die sich dann jedoch als überraschend starke Gegnerin entpuppte. Die erste Runde ging noch klar an Alina, ihre Gegnerin steigerte sich jedoch von Runde zu Runde und kämpfte taktisch gut. Insgesamt erwies sich Alina zwar als beweglicher, ihre Schläge waren präziser, die Aktionen taktisch immer etwas besser. Dies reichte zum Sieg für die Gießenerin, dennoch zeigte der Kampf auch, dass kein Gegner unterschätzt werden sollte.

Im Männerbereich bis 64kg traf Maxim Pschinnik auf den Darmstädter Henry Grün. Max ging vielversprechend in den Kampf und landete insgesamt mehr Treffer als sein Gegner. Leider schien Max trotzdem zu verkrampft und überließ seinem technisch und taktisch gut kämpfenden Gegner damit das Feld. Grüns boxerische Leistung war insgesamt ein wenig besser, so dass dieser knapp gegen Maxim gewinnen konnte.  

Einen sehenswerten Kampf lieferten sich der Gießener Michel Quast (Jugend bis 75kg) und Calito Cumic aus Wiesbaden. Cumic, immerhin Dritter bei den deutschen Meisterschaften, ging hoch motiviert und siegessicher in den Kampf. Nach einer etwas zögerlichen Minute zu Beginn der ersten Runde ging Michel zur Sache und ließ sich nicht länger einschüchtern. Bereits in der ersten Runde landete er genauere und härtere Schläge, so dass der Gegner in der zweiten Runde zulegen musste. Cumic klammerte und versuchte den Kampf noch zu drehen, was ihm jedoch nicht mehr gelang. Michel traf den Wiesbadener in der dritten Runde mit einer harten Gerade, so dass Cumic sogar angezählt wurde. Auch wenn beide Gegner ihre Stärken zeigen konnten, war Michel von Anfang bis Ende dominanter und siegt so verdient.

 

Adam Baijirew war in Frankfurt zu seinem ersten offiziellen Kampf im Männerbereich (bis 67kg) gemeldet. Sein knapp 30-jähriger Gegner Vitali Frei (TV Alzey) sah sich konfrontiert mit Adams starker technischen Leistung. Der Gießener legte vor allem gegen Ende jeder Runde zu, schlug viele Aufwärtshaken und spielte alle seine Stärken aus, so dass er klar und verdient gegen Frei gewinnen konnte.

 

Ein unglückliches Unentschieden musste Maksim Bogdaschin (Männer bis 80kg) gegen Mirsad Nicevic aus Offenbach hinnehmen. Mental noch bei seinem ersten Kampf in Speyer vor einigen Wochen, der aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden musste, ging Maksim etwas unsicher in den Kampf. Der Gegner nutzte diese Unsicherheit aus und ging sofort zur Sache. Nach der Pause, in der Maksim sich sammeln konnte, gelang es ihm jedoch, den Kampf zu drehen. Der Gießener Athlet konnte sein Können abrufen und übernahm am Ende der zweiten Runde den Kampf. Auch in der dritten Runde dominierte er gegen Nicevic. Trotz der guten Leistung reichte es leider nur noch für ein Unentschieden.

 

Die Überraschung des Tages lieferte Daniel Büyükbalik (Männer bis 75kg). Daniel kämpfte gegen Leon Anselm aus Korbach, gegen den er letztes Jahr noch klar verloren hatte. Anselm ging daher als klarer Favorit ins Rennen. Der Gießener Sportler hatte im letzten Jahr jedoch wesentliche Erfahrungen sammeln können und machte nun im Kampf alles richtig. Daniel konnte seine taktische Linie halten und entschied selbst die dritte Runde, die Daniel in den meisten Fällen Schwierigkeiten bereitet, für sich. Daniel siegte damit verdient über den Korbacher Anselm.

 

Auch Benedikt Lilienthal (Männer ab 91kg) überzeugte auf ganzer Linie. Sein Gegner Rasim Aksu (Spirit Frankfurt) war zwar kleiner als Benedikt, dafür jedoch schneller, auch seine Schlaghärte war nicht zu unterschätzen. Benedikts Taktik, zunächst eher draußen zu bleiben, abzuwarten und aus der Rückwärtsbewegung zu schlagen, ging voll auf. Der Gießener zeigte gute Beinarbeit, viele Side Steps, schlug treffsichere, lange Geraden und konnte seinen Gegner aus der Distanz ausboxen. Mit seinem Sieg rundete Benedikt das hervorragende Ergebnis des Boxvereins Uppercut ab.

 

 

Internationales Box-Turnier in Bielsko-Biala/Polen

 

Am 22.04. fand in Belsko-Biala/Polen ein internationales Boxturnier statt, bei dem drei Sportler des Boxvereins Uppercut für das Box Gym Dreger/TV Alzey an den Start gingen. Leider konnte nur ein Gießener einen Sieg einstreichen. Die Kampfrichter entschieden jedoch in sechs von sieben Kämpfen für die heimischen Teilnehmer, nicht alle Entscheidungen waren nachvollziehbar. So konnten die beiden unterlegenen Gießener Boxer zumindest um eine Erfahrung reicher nach Hause fahren.

Die Ergebnisse im Überblick:

 

Junioren 75kg: Michel Quast verliert umstritten 2:1 gegen Adam Oprychal

Männer 69kg: Artur Mamberger verliert nach Kampfabbruch durch Verletzung gegen Mateusz Kostecki in der 2. Runde

Männer 75kg: Daniel Büyükbalik gewinnt verdient 3:0 gegen Bartosz Glowacki

 

Im Jugendbereich (75kg) kämpfte Michel Quast gegen Adam Oprychal. Die ersten beiden Runden liefen für Michel zunächst recht gut. Er erkämpfte sich mit seinen treffsicheren Geraden sehr schnell den Respekt des starken Gegners in der roten Ecke. Auch zu Beginn der zweiten Runde zeigte sich der Gießener als der bessere Kämpfer, erst zum Ende der Runde konnte der gut eingestellte Oprychal kurz das Ruder übernehmen. Oprychals Ausdauer und Biss zeigten sich besonders in der dritten Runde, was sich schlussendlich auszahlte – der Pole konnte hier einige gute Treffer landen. Michel hatte zwar insgesamt stetig ein bis zwei Schläge mehr in jeder Auseinandersetzung, dennoch entschieden sich die Kampfrichter nicht ganz unumstritten für seinen polnischen Gegner.  

 

Auch im Kampf zwischen Artur Mamberger und Mateusz Kostecki (69kg) zeigte sich der Heimvorteil. Der Rechtsausleger Kostecki gilt mit 150 Kämpfen als sehr erfahren und suchte immer wieder die Auseinandersetzung. In der ersten Runde konnte Artur jedoch sehr gut gegenhalten und landete immer wieder gute Treffer. Obwohl der polnische Gegner im Innenfight sehr clever boxte, sah Trainer Eugen Mamberger Artur nach der ersten Runde vorne, vor allem, weil Kostecki einige irreguläre Schläge austeilte. Dies setzte er auch in der zweiten Runde fort. Der Pole nutzte wiederholt Ellenbogen und Innenhände und verpasste Artur letztendlich einen Kopfstoß, so dass der Ringarzt den Kampf beendete. Der Kampf war bis zum Abbruch eigentlich ausgeglichen, Kostecki hatte jedoch die kurze Unsicherheit – wenn auch mit unfairen Mitteln – ausgenutzt, so dass am Ende schon kleine Fehler ausreichten, den Kampf zu entscheiden.

 

Den letzten Kampf des Abends bestritt dann Daniel Büyükbalik, der entschlossen schien, für seine Mannschaft die teils unfairen Kampfentscheidungen wiedergutzumachen. Daniel ließ seinem Gegner Bartosz Glowacki von Anfang an keine Chance, so dass die ersten beiden Runden deutlich an den Gießener gingen. Erst in der dritten Runde konnte sich Glowacki wieder in den Kampf einbringen, da Daniel es nach den ersten beiden kräftezehrenden Runden etwas langsamer angehen lassen musste. Für den Polen war es zu diesem Zeitpunkt jedoch zu spät den Kampf  noch zu drehen. Daniel konnte die Runde trotz der nun besseren Aktionen Glowackis durch sein cleveres Boxen retten und konnte mehr als verdient den Sieg mit nach Hause nehmen.

Boxgala in Kandel

 

Am 1. April starteten fünf Sportler des Boxvereins Uppercut bei der Boxgala in Kandel in der Pfalz. Auch wenn nicht alle einen Sieg mit nach Hause nehmen konnten, zeigte der Boxabend in der Bienwaldhalle erneut das Potential der Gießener Athleten.

 

Die Ergebnisse im Überblick:

 

  1. 32.8kg Schüler

Grigori Smoljaninov /Uppercut Giessen/-Yessin Koulali/CBG Wiesbaden/Koulali N.P 3

  1. 50kg Junioren

Danil Rudenko/Uppercut Giessen/-Dawid Friedrich/Boxring Mannheim/Friedrich N.P 3

  1. 54kg Kadetten

Jan Urki/Uppercut Giessen/-Muhammed Özer/BAC 55Hockenheim/Özer N.P 3

  1. 75kg Jugend

Michel Quast/Uppercut Giessen/-Altin Tahiri/ASV Landau/Quast N.P 3

  1. 75kg Männer

Artur Mamberger /Uppercut Giessen/-Shahruz Toradideh/TV Alzey/Mamberger N.P 3

 

Den Anfang machte Grigori Smoljaninov (32.8 kg Schüler), der bereits zum zweiten Mal nach einem Kampf im Januar auf Yessin Koulali traf. Der talentierte Wiesbadener machte es Grigori erneut nicht leicht, vor allem zu Beginn der Runden konnte Koluali seine Schnelligkeit nutzen. Gegen Rundenende wurde Koulali jedoch stets schwächer, so dass Grigori seine boxerische Linie finden konnte und vor allem mit seiner Taktik und seinem offensiven Kampfstil überzeugen konnte. Leider konnte Grigori das Blatt nicht mehr wenden und unterlag Koulali wie bereits im Januar knapp. Der Gießener Schüler konnte sich jedoch beim Kandeler Kampf wesentlich besser behaupten. Grigori fehlte letztendlich nur  etwas mehr Erfahrung, um das Geschehen im Ring aktiver zu gestalten und zu beherrschen.

 

Seinen zweiten Kampf absolvierte Danil Rudenko (50 kg Junioren) gegen den erfahreneren Dawid Friedrich aus Mannheim. Für beide Sportler erwies sich der Kampf als hartes Stück Arbeit. Danil konnte mehr Treffer landen und überzeugte mit einem guten Timing. Der Mannheimer Gegner war jedoch insgesamt aktiver, Danil hingegen verhielt sich eher abwartend. Trotz der geringeren Treffsicherheit – Friedrich schlug immer wieder ins Leere – entschied das Kampfgericht sich für den aktiveren Mannheimer. Mit blutiger Nase konnte Friedrich den Sieg einstreichen. Trainer Eugen Mamberger zeigt sich dennoch überzeugt, dass Danil eine vielversprechende Zukunft vor sich hat. Nun fehle nur noch etwas Erfahrung, um die guten Leistungen, die Danil im Sparring zeigt, auf den Kampf im Ring zu übertragen.

 

Jan Urki (54 kg Kadetten) traf in seinem ersten Kampf gegen Muhammed Özer aus Hockenheim. Jan zeigte sich von Anfang an hoch motiviert und war technisch dem älteren und größeren Gegner überlegen. Der Gießener demonstrierte sein technisches Können vor allem durch seine guten Meid- und Rollbewegungen. Doch auch Jan fehlte es schlussendlich an etwas Erfahrung, um sich gegen Özer durchzusetzen. Özer nutzte die Momente, in denen sich Jan nach guten Aktionen nicht schnell genug aus der Schusslinie bewegte. Insgesamt fehlte es noch etwas an Power, so Trainer Mamberger. Für einen ersten Kampf habe Jan sich aber hervorragend geschlagen.

 

Im 75 kg-Jugendbereich konnte der Gießener Michel Quast einen eindeutigen Sieg gegen den Landauer Altin Tahiri einstreichen. Obwohl sein Gegner bereits mehr Kämpfe bestritten hatte, ging jede Runde klar an Michel. Der Gießener war gut eingestellt und konnte seine leichten Reichweitevorteile voll ausnutzen. Tahiri suchte immer wieder den Schlagabtausch, aus dem Michel jedoch stets als Gewinner hervorging. Der Landauer machte es Michel zwar nicht leicht, dennoch war Michels boxerische Leistung von Anfang an besser. Ausschlaggebend für seinen Sieg waren letztendlich auch die klaren Aktionen und bewusst ausgeführten Schläge des Gießener Sportlers.

 

Auch Artur Mamberger (75 kg Männer) konnte auf ganzer Linie überzeugen. Der 19-Jährige war ursprünglich nur zu einem Sparringskampf nach Kandel gereist. Da der Gegner jedoch kurzfristig abgesagt hatte und die Waage 600g mehr anzeigte, wurde ein Kampf gegen den 30-jährigen Alzeyer Shahruz Toradideh arrangiert. Da der Gegner als gefährlich, routiniert und hart schlagend gilt, sollte Artur zunächst kein Risiko eingehen. Auch die Gewichtsvorteile von Toradideh spielten bei dieser Entscheidung eine Rolle.

Artur spielte dafür seine technischen Stärken voll aus und konnte den Alzeyer damit besiegen. Der Gießener zeigte gute Beinarbeit, gute Meidbewegungen und war insgesamt schneller und treffsicherer, selbst bei Distanzwechseln. Während die zweite Runde klar an Artur durch seine Konter im Innenfight ging, versuchte Toradideh in der dritten Runde den Kampf mit allen Mitteln noch zu seinen Gunsten zu drehen. Sein Konzept, Artur durch Drängeln und Schubsen aus dem Konzept zu bringen, ging jedoch nicht auf. Artur dominierte auch diese letzte spektakuläre Runde und siegte verdient.

Erste offene Südwest-Meisterschaften vom 17. bis 19.2017 in Speyer

Vom 17. bis 19.3.2017 richtete der 1. BC Speyer die erste landesoffene Meisterschaft des Südwestdeutschen Amateurboxverbandes aus. 98 Boxerinnen und Boxer aus sechs Landesverbänden (Hessen, Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland und Südwest) kamen nach Speyer, darunter vier Athleten des Boxvereins Uppercut. Zwei der Gießener Sportler gaben bei diesem Turnier ihr Kampfdebüt.

Den Auftakt machte Maksim Bogdaschin (Männer/81kg), der in seinem ersten Turnierkampf auf Mert Altindag vom CSC Frankfurt traf. Dieser ging durch seine Erfahrung (7 Kämpfe/6 Siege) als Favorit ins Rennen, dennoch verlief der Kampf in der ersten und Anfang der zweiten Runde zunächst ausgeglichen. In der zweiten Runde kassierte Maksim dann jedoch einen Leberhaken und wurde angezählt. Altindag nutzte den Moment und ging gnadenlos auf den angeschlagenen Maksim los. Trainer Eugen Mamberger ließ den Kampf aus Sicherheitsgründen daraufhin abbrechen. Da Altindag aus seinem nächsten Kampf als Verlier hervorging, hätte Maksim eigentlich die Chance auf eine direkte Revanche gehabt, die er sicher gern genutzt hätte. Der Kampf wurde jedoch aus wichtigen privaten Gründen abgesagt. (Der BV Uppercut gratuliert Maksim zum Nachwuchs!)

 

Auch für Daniil Rudenko (Junioren/52 kg) war es der erste Kampf. Sein Gegner Mustafa Alizadeh vom BC Idar-Oberstein (6 Kämpfe/5 Siege) wirkte deutlich älter als 13 Jahre und machte es Danigil nicht leicht. Dessen ungeachtet konnte sich Daniil trotz der körperlichen Vorteile des Gegners gut behaupten. Für einen Sieg reichte es leider noch nicht – Trainer Eugen war dennoch zufrieden und zeigte sich zuversichtlich für Daniils nächste Kämpfe.

 

In der Männerklasse bis 64 kg konnte Maksim Pschinnik auf ganzer Linie überzeugen. Für Maksim waren die Südwest-Meisterschaften das erste Turnier nach längerer Pause. Hier traf er gleich zweimal auf Youssef Sammouri (GBG Wiesbaden).

Maksim dominierte den ersten Kampf gegen den durchaus starken Gegner und traf Sammouri mehrmals direkt nach geschickten Meidbewegungen. Der Wiesbadener kassierte immer wieder Schläge gegen Kopf und Leber, so dass Maksim als klarer Sieger aus dem Kampf hervorging. Da Sammouri einen Tag später gegen den dritten Gegner in dieser Gewichtsklasse siegen konnte, kam es im Finale zu einem weiteren Treffen gegen Maksim. Bei diesem zweiten Aufeinandertreffen war mehr Technik gefordert, da Sammouri sich nun besser auf Maksims Stärken einstellen konnte und wusste, was ihn erwartet. Maksim überzeugte allerdings auch im Finale und konnte direkt bei seinem ersten Turnier nach der Pause den Titel als Südwest-Meister einstreichen.

 

Unbestrittener Höhepunkt des Turniers war der Kampf im Elite-Männerbereich bis 69 kg. Aufgrund einer Kampfabsage durch Verletzung kam es direkt zu einem Aufeinandertreffen im Finale zwischen dem Gießener Artur Mamberger und Mirko Gründer vom TUS Landstuhl. Obwohl Gründer eigentlich eine Gewichtsklasse höher kämpft, konnte Artur seinen Gegner klassisch ausboxen. Arturs Plan war zunächst, seine Stärken in der Distanz auszunutzen und den Gegner ins Leere laufen zu lassen. Höhner suchte jedoch verstärkt den Innenkampf. Obwohl Höhner im Nahkampf sehr stark war, war Artur auch hier seinem Gegner weit überlegen. Der 19-jährige Gießener boxte seinen Landshuter Gegner im Nahkampf aus und siegte verdient nach Punkten.

Artur wurde zudem als bester Kämpfer des Turniers ausgezeichnet und imponierte Publikum und Jury mit seiner Technik, seinen schnellen Reflexen, seinem Kampfstil und seinen geschmeidigen Bewegungen.

 

Die Ergebnisse im Überblick:

 

Junioren / 52 KG

18.03.17 Rudenko Danigil / Gießen - Alizadeh Mustafa / BC Idar-Oberstein / Alizadeh n.P. 3

 

Männer 81kg

17.03.17 Bogdaschin Maksim / BV Uppercut 27614 Altindag Mert / CSC Frankfurt 20462 Altindag RSC-A 2

 

Männer/ 64 KG

17.03.17 Viertelfinale/ Sammouri Yousef / GBG Wiesbaden -Pschinnik Maxim / BC Uppercut I Pschinnik n.P.3

19.03.17 Finale/ Pschinnik Maxim / Box-Verein Uppercut - Sammouri Yousef / GBG Wiesbaden / Pschinnik n.P. 3

 

Elite / 69 KG

19.03.17 Finale/Mamberger Artur / Box-Verein Uppercut - Gründer Mirko / TUS Landstuhl / Mamberger n.P. 3

 

Artur Mamberger vom Box-Gym Uppercut/Gießen (LV HE) wurde als bester Kämpfer ausgezeichnet.

Internationale Box-Gala in Alzey

Der Boxverein Uppercut Gießen kann bereits einige Wochen nach seiner Gründung achtbare Erfolge vorweisen. Bei der Internationalen Box-Gala des TV Alzey (Rheinland-Pfalz) am 4.3.2017 konnten sowohl  Artur Mamberger  als auch Adam Bajrijew auf ganzer Linie überzeugen.

Artur Mamberger startete nach seiner Teilnahme an der WM in St. Petersburg im vergangenen November erstmals im Männerbereich. Sein Gegner im Ländervergleichskampf, der Tscheche Tomas Tyityis, erwies sich als sehr erfahren und versuchte von Anfang an, es Artur schwer zu machen. Tyityis zeigte sich als unangenehmer Gegner und ging immer wieder auf Artur los. Dieser schien die Pause seit der WM jedoch gut verkraftet zu haben und drehte den Kampf zu seinen Gunsten. Durch geschickte Meidbewegungen ließ er Tyityis mehrfach ins Leere laufen und konnte selbst einige wirkungsvolle Treffer erzielen. Dadurch trieb Artur seinen Gegner immer wieder in die Rückwärtsbewegung. Obwohl der Tscheche durchaus einige Überraschungsschläge  austeilte, konnte Artur bis zum Schluss gut gegenhalten. Der Sieg ging klar an den Boxer des BV Uppercut.

Auch Adam Bairijew startete erstmals im Männerbereich. Da sein Gegner vom TV Alzey, Sharuz Toradideh, jedoch 8 kg mehr auf die Waage bringt, kam es statt zu einem regulären Kampf nur zu einem Schaukampf. Von Beginn an versuchte Toradideh, seine Gewichtsvorteile zu nutzen, Adam konnte jedoch mehr Treffer landen. Einige gegnerische Aktionen gingen zwar durch, aber der 19-Jährige ließ sich nicht beirren. Von der ursprünglichen Strategie, kein Risiko einzugehen, wichen Adam und Trainer Eugen Mamberger ab – von einem reinen Schaukampf konnte kaum mehr die Rede sein. In Runde drei traf Adam seinen Gegner mit einem Leberhaken. Dem konnte Toradideh nichts mehr entgegensetzen und kassierte sogar noch einen zweiten Leberhaken. Adam siegte verdient und wurde vom Publikum gefeiert.

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Vom 14.11. bis 27.11.2016 fand in St. Petersburg die Weltmeisterschaft U 19 statt. 420 Boxer aus 75 Ländern waren angereist, um ihre Kräfte zu messen, darunter Artur Mamberger aus Gießen. Der 18-Jährige Deutsche Meister im Jugend-Weltergewicht hatte sich zuvor beim Internationalen Brandenburg-Cup für die Teilnahme an der WM qualifiziert.

Nach vier Wochen Trainingslager in Frankreich ging es für Artur gemeinsam mit Trainer Eugen Mamberger nach Russland, wo er sich bis ins Achtelfinale kämpfte.

Im ersten Kampf traf Artur auf den Armenier Gurgen Madoyan, der stärkste Mann der insgesamt drei Kämpfe . Madoyan suchte immer wieder den Innenfight und bewies sich als stabiler robuster Gegner. Dennoch konnte Artur seinen Gegner ausboxen und setzte gute Akzente im Kampf.

Den zweiten Kampf gegen David Kotrc aus Tschechien dominierte Artur von Anfang an. Bereits in der ersten Runde konnte er zwei Wirkungstreffer landen. Erst in der dritten Runde wurde der Tscheche stärker und versuchte, den Kampf zu seinen Gunsten zu drehen, was ihm letztendlich nicht mehr gelang. Artur hatte alle seine Vorteile ausgespielt und viele Akzente im Innenfight gesetzt.

Im Achtelfinale traf Artur dann auf Laszlo Kozac aus Ungarn. Gegen dessen beweglichen unorthodoxen Stil war es deutlich schwerer anzukämpfen. Auch wenn der Kampf zugunsten des Ungarn entschieden wurde, konnte Artur sich auch hier gut behaupten. Artur hatte den Gegner immer wieder in die Rückwärtsbewegung gezwungen und in Meidbewegungen getrieben. Das Ergebnis kam überraschend, die Meinungen zum Ergebnis des Kampfes waren durchaus kontrovers.

Artur und sein Trainer lassen sich vom überraschenden Ausscheiden jedoch nicht aufhalten. Jetzt möchte man sich erst mal an den Männerbereich herantasten. Auch hier wartet sicher die nächste WM-Teilnahme auf den Gießener Sportler. Das große Ziel heißt jedoch: Olympia!

 

Anastasia Bogdanov ist Deutsche Vizemeisterin der Frauen     

 

Anastasia Bogdanov, deutsche Jugendmeisterin 2015, startete dieses Jahr zum ersten Mal in der Frauenklasse. Nach dem Erfolg im letzten Jahr waren Anastasia und Trainer Eugen Mamberger optimistisch, aber mit zurückhaltenden Erwartungen nach Dorf Mecklenburg zur Deutschen Meisterschaft der Frauen (12. bis 15.10.) angereist. Oberstes Ziel der Teilnahme an der DM war nicht unbedingt der Sieg, sondern das Herantasten an den Elitebereich und eine Bestandsaufnahme, wie Anastasia sich in der Frauenklasse behaupten kann. Anastasia konnte jedoch alle Erwartungen übertreffen und schaffte es letztendlich sogar ins Finale.

Durch ein Freilos traf sie in ihrem ersten Kampf auf Madina Ualikhanova aus Sachsen. Vier Runden lang dominierte Anastasia. Obwohl kein leichter Kampf, konnte sie ihre Technik perfekt ausspielen, blieb beweglich und präsent. Das Konzept ging auf voller Linie auf und Anastasia konnte ins Finale einziehen.

Im Finale lieferte sich Anastasia mit Gegenerin Lisa Cielas aus Sachsen-Anhalt einen dramatischen Kampf, den ihre Gegnerin letztendlich für sich entscheiden konnte. Cielas boxte bereits im Profibereich und verfügt damit über wesentlich mehr Erfahrung. Dennoch konnte sich Anastasia gut behaupten. Nach einer souveränen ersten Runde verlor Anastasia in der zweiten Runde jedoch ihre Linie und  ließ ihre Gegnerin zu nah an sich heran, so dass diese ihre Stärken voll ausspielen konnte. Anastasia konnte sich zwar in Runde 3 und 4 wieder fangen, aber gegen die Erfahrung der Gegnerin konnte sie leider nicht mehr ankommen. Anastasia war im Vergleich die bessere Technikerin und blieb selbst in der 4. Runde stets beweglich, als die beiden Kämpferinnen sich bereits eine  regelrechte Schlacht lieferten. Dennoch konnte sie den Kampf nicht mehr zu ihrem Vorteil wenden. Cielas blieb körperlich überlegen und konnte den Kampf für sich entscheiden.

Mit einem überragenden zweiten Platz können Anastasia Bogdanov und Trainer Eugen Mamberger nun positiv in die Zukunft schauen. Anastasia hat gezeigt, dass sie auch in der Frauenklasse mithalten kann. Ihre hervorragenden technischen Leistungen werden ihr mit etwas mehr Erfahrung noch viele Siege einbringen.

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Artur Mamberger vertritt Deutschland bei der WM

 

Das 19. Fritz - Bretschneider - Gedächtnispokal-Turnier im Rahmen des Chemnitzer Stadtfestes ist Geschichte. Die hessischen Gäste aus Marburg/Gießen und Darmstadt errangen den Mannschaftssieg (wir berichteten!).

Zur gleichen Zeit bzw. 1,5 Wochen zuvor nahm der Gießener Top-Athlet Artur Mamberger als Deutscher Meister 2016 im Jugend-Weltergewicht am Vorbereitungstraining der deutschen Nationalmannschaft und dann ab 24.08. am Internationalen Brandenburg-Cup teil, welches als Qualifikationsturnier zur Teilnahme an den Jugend-Weltmeisterschaften im November galt.

Artur Mamberger gewann seinen ersten Kampf im Viertelfinale gegen den Tschechischen Meister David Kotrc deutlich nach Punkten. Im Halbfinale besiegte Artur, der von seinem Onkel Eugen Mamberger mitbetreut wurde – Eugen Mamberger, der Gießener Trainer, wurde in diesen Wochen zum Co-Trainer des Nationalteams berufen – den Skandinavischen Meister Nikki Nilsein aus Dänemark ebenfalls deutlich nach Punkten.

Im Finale traf Artur Mamberger auf seinen alten Widersacher aus Russland. Issa Evloev ist Junioren-Europameister 2015 und hatte gegen Artur Mamberger vor gut einem Jahr in Anapa/Russland das Finale der EM knapp nach Punkten gewonnen.

Jetzt trafen beide im Finale des Brandenburg-Cups wieder aufeinander. Es entwickelte sich erneut ein sehr heißes Gefecht, dass der Russe letztendlich etwas umstritten für sich entscheiden konnte. Coach Eugen Mamberger war hier mit den Handlungen bzw. Entscheidungen des Referees nicht ganz einverstanden.

Dennoch qualifizierte sich Artur Mamberger aufgrund seiner gezeigten Leistungen zur Teilnahme an den Weltmeisterschaften, die vom 14.-27. November in St. Petersburg/Russland stattfinden.

Bericht zum Stadtfestboxturnier am 09.07.2016

Das Boxturnier startete mit Waage ab 13.00-14h in Sporthalle der Martin-Luther-Schule, Heusinger Str., 35037 Marburg.

Der Boxnachmittag am Lahnufer-Parkplatz, direkt auf Höhe der Mensa bzw. der Martin-Luther-Schule begann am Nachmittag des 09.07. um ca. 16.45h mit 22 Kämpfen der Nachwuchsboxer/innen und am Abend ab 19.30h mit 9 Hauptkämpfen der Marburger und Giessener Elite gegen versch. Gästeboxer/innen vor allem aus NRW (JM Heiligenhaus, Box-Ring 55 Düren; BC Warendorf, BSV Herford) und aus Hamburg sowie aus Rheinland-Pfalz (BC Alzey, BC Simmern). Mit den Teilnehmern der anderen hessischen Boxvereine aus Darmstadt, Offenbach, Zeilsheim, Hochheim, Bürstadt, Großostheim, Limburg, Kassel und Korbach wurden bis 22 Uhr 31 Kämpfe durchgeführt.
Das Giessener
Team ist beliebt in ganz Deutschland und daher konnten sich die Gastgeber hochklassiger Kämpfe sicher sein. Nicht nur am Abend mit seinen Spitzenboxern, die es bereits zu Deutschen und internationalen Meisterehren gebracht haben, sondern bereits am Spät-Nachmittag gab es Boxen vom Feinsten.
Da es schwierig ist, die vielen Giessenr Spitzenboxer zu beschäftigen, d.h. mit adäquaten Gegner/innen zu versorgen, wurden viele Gästestaffeln aus dem benachbarten Bundesländern eingeladen. Einen großen Dank gibt es hier deswegen für die Anreise der Kämpfer/innen aus den Nachbar-Bundesländern mit ihren verdienten Trainern Christian Görisch (Box-Out Hamburg), Ernst Müller (BoxRing Düren), Michael Vogel (BC JM Heiligenhaus), Georg Kroner (BSV Herford), Jan Dreger (TV Alzey) und BC Simmern (Eugen Sljurenko):
Hier die Kämpfe  Überblick:

1. Schüler-31: Nauros Khaled (BR Düren) unentsch. geg. Liam Stark (1.BC MR)
2. Jun-75: Michel Quast (1.BC MR) 3:0-PS ü. Fahri Husejnov (BoxOut HH)
3.
Jug-69: Adam Bairijew (1.BC MR) 3:0-PS ü. Leon Anselm (TSV Korbach)
4. Män-72: Majid Babaj (1.BC MR) Disqu.-S 3.R.ü. Patrick Haas (BR Düren)
5.
Jun-60: Arman Poorasghar (1.BC MR) unentsch. geg. Karo Muradov (JM Heiligenhaus)
6. Jug-69: Artur Mamberger (1.BC MR) unentsch.-WKS Dominik Cieslik (TV Alzey) 4 31.
Die Hauptkämpfe am Abend (ab Kampf 21!) hatten es noch mehr in sich. Die Zuschauer waren begeistert ob der Leistungen, vor allem der Giessener Spitzenboxer. Adam Bairijew lies in der 17-18jährigen Jugendklasse seinem Korbacher Kontrahenten Leon Anselm keine Chance. Adam war immer einen Tick schneller und setzte seine Schlagkombinationen im Infight schneller und wirkungsvoll ein. Adam stand sozusagen „im Saft“, hatte er doch beim Internationalen Laureus Cup in Berlin-Neukölln eine Woche zuvor dominiert und in diesem Jahr bei den Deutschen Jugendmeisterschaften vor einem Monat den 4. Platz belegt.
Einen ebensolchen Kampf zweier deutscher Spitzenboxer gab es in der 15-16jährigen Juniorenklasse zwischen dem Marburger Arman Poorasghar und dem Niederrheiner Karo Muradov. Auch Arman hatte in der letzten Woche in Berlin mit zwei Siegen das Turnier souverän gewonnen. Er war gut in Form. Poorasghar und Muradov schenkten sich am Lahnufer drei Runden lang nichts und boten einen Kampf auf Biegen und Brechen. Im Eifer des Gefechts schlug Arman nach dem Ringrichter-Kommando in der 3.R. nach, erhielt dafür eine Verwarnung (mit obligatorischem Punktabzug) und musste sich mit einem Unentschieden begnügen.
Im Männer-Mittelgewicht immer besser in Form kommt Majid Babaj. Der Giessener war auch bereits eine Woche zuvor in Berlin erfolgreich gewesen, trat sehr selbstbewusst auf und setzte seinen Dürener Gegner Patrick Haas ständig unter Druck. Dieser wurde in seinen Abwehrversuchen immer unsauberer und erhielt im Lauf des Gefechts drei Verwarnungen wegen irregulärem halten und Klammern und wurde in der 3. Runde disqualifiziert.
Starke Gegner für die Schlusskämpf  deutscher Meister aus Giessen brachte der pfälzische TV Alzey mit. Im Jugend-Weltergewicht musste DM und Vize-EM Artur Mamberger alles aufbieten um seinen polnischen Kontrahenten abzuwehren. Erst vor wenigen Wochen hatte Mamberger in einem Länderkampf in Polen gegen den gleichen Gegner gewonnen. Jetzt hielt Dominik Cieslik drei Runden dagegen und das Kampfgericht wertete unentschieden.

 

Bericht aus Velbert/NRW: U19 DM - Artur Mamberger holt Gold und wird souverän Deutscher Meister. Vereinskamerad Adam Bairijew belegt nach T.-K0-Sieg den 4.Platz

15 Landesverbände, 87 Nachwuchsboxer, aufgeteilt in 10 Gewichtsklassen, nahmen an der deutschen Meisterschaft der U19, vom 08.-11.Juni, in Velbert teil. Für Hessen startete der Gießener Adam Bairijew bereits im Achtelfinale (-69kg) und überzeugte gegen Martin Hermann (Sachsen) durch TKO in Runde 2. Am nächsten Tag stand Artur Mamberger im Viertelfinale, in der gleichen Gewichtsklasse bis -69kg, Niedersachsens Meister Daniel Koschkin (ebenfalls bereits mehrfacher Deutscher Meister der Vorjahre) gegenüber. Artur Mamberger boxte -hervorragend von seinem Trainer und Onkel Eugen Mamberger eingestellt- souverän und gewann einstimmig nach Punkten. Adam Bairijew schied daraufhin leider umstritten, mit 2:1 Wertung, gegen Artur Abramyan aus Brandenburg aus und er blieb damit auf Platz 4 der Meisterschaften. Im Halbfinale ließ Artur Mamberger seinem starken und leicht favorisierten Gegner keine Chance. Er gewann einstimmig nach Punkten gegen Behruz Nazarov aus NRW, der sich durch seinen vorzeitigen Erfolg im Viertelfinale in die leichte Favoritenstellung geboxt hatte. Nazarov konnte jedoch seine Schlaghärte gegen den schnell, technisch sauber und taktisch klug agierenden Gießener nicht zur Geltung bringen. Mamberger boxte den Westfaken klassisch aus. Im Finale trat Bairijew-Besieger Artur Abramyan verletzungsbedingt nicht gegen Mamberger an. Somit wurde Artur Mamberger zum dritten Mal in seiner über neunjährigen Jugend-Boxkarriere Deutscher Meister.

Erzgebirgs-Cup in Oelsnitz/Sachsen 23.04.16

Zur Vorbereitung auf die anderen Meisterschaften der verschiedenen Altersklassen, die im Mai+Juni stattfinden, reisten sieben Marburger Athlet/innen nach Oelsnitz in Sachsen. Leider konnten nur 4 Kämpfer gepaart werden, die dann am Team-Wettbewerb um den Erzgebirgs-Cup teilnehmen konnten. Für Jugend-Weltergewichtler Adam Bairijew fand sich kein Gegner für einem richtigen Wettkampf. Er bestritt daher einen Einlagekampf gegen den mit 100 Kämpfen sehr erfahrenenen Jan Ualikanov (KG Oelsnitz-Plauen), der 4 Jahre älter ist und bereits erfolgreich in der Männerklasse boxt. Auch gegen die mitgereisten Grigory Smoljaninov (Schüler-Papier bis 30 kg), Franklyn Dwomoh (Kadetten-Papier bis 37) und Alina Fedschenko (Weibl.Jugend-Federgewicht bis 54) wagte es niemand anzutreten, da sie plötzlich zu viel mehr an Erfahrung aufwiesen. Schade, dass man diese „Drückeberger-Haltung“ (der beteiligten Trainer) nicht im Vorfeld der Kampfzusammen-stellung offenbarte und das Trio damit zum (vergeblichen) Anreisen veranlasste.
Die Ergebnisse aus Oelsnitz:
1. Kadetten-56: Ramon Delgado (MR) siegt n.P. geg. Paul Wischnat (BCFreiberg/Sachs.)
2. Junioren-75: Michel Quast (Gießen) siegt n.P. ü. Apti Khizriev (BC Freiberg/Sn.)
3. Jugd.-60: Daniyal Arslanbekov (MR) siegt d.TKO 3.R.ü. Vincent Munzer (SG Neuwelt)
Zu 1: Der 14jährige Dautphetaler beherrschte seinen sächsischen Kontrahenten von Beginn an und setzte mit variablen Angriffsserien die Akzente. Obwohl er sich dann im Eifer des Gefechts nach einem Schlag auf den Ellenbogen des Gegners eine schmerzhafte Handverletzung zuzog, lies er sich nichts anmerken, kämpfte tapfer weiter und brachte den Gegner noch an den Rand einer vorzeitigen Niederlage, die der Sachse nur durch das Anzählen des Ringrichters verhindern konnte. So erreichte Paul Wischnat zwar den Schlussgong - die Urteilsverkündung blieb nur eine Formsache
Zu 2: Dass der 15jährige Mittelgewichtler in seinem erst 3. Kampf auch schon „schwereres Kaliber“ boxen kann, zeigte Michel Quast an diesem Boxabend im Erzgebirge. Quasts Gegner hatte einen Kampfrekord von 10 Kämpfen und 9 Siegen vorzuweisen und ging dementsprechend selbstbewusst zur Sache. Doch Quast konterte empfindlich mit genauen Führhand-Schlaghandgeraden und stoppte den Angriffswillen des Sachsen. In einem spannenden Gefecht setzte sich der Giessener dann in der Schlussrunde entscheidend durch und siegte einstimmig nach Punkten.
Zu 3.: In einem „Kampf auf Biegen und Brechen“ setzte sich im Schlussdurchgang der größere Kampfeswille des Marburgers Daniyal Arslanbekov durch. Mit wuchtigen Schlagserien setzte sich der 17jährige Jugendboxer immer besser in Szene, so dass Vincent Münzer nach mehrmaligen Anzählen noch vorzeitig vom Ringrichter aus dem Kampf genommen wurde.


 

Deutsche Juniorenmeisterschaften auf Rügen mit zwei Giessener 20.04-23.04.16
Deutsche Meisterschaften der 15-16jährigen Junioren in Juliusruh/Insel Rügen
In der letzten Woche starteten die zwei Giessener  Roman Gerlitz (54) und Arman Poorasghar (57) bei den Deutschen Meisterschaften der U17-Junioren in Juliusruh auf der Insel Rügen.  Roman und Arman scheiterten im Viertelfinale ehrenvoll nach Punkten.

1. Federgewicht bis 54 kg-Achtelfinale:
Roman Gerlitz verl. n.P. geg. Martin Grohmut (Landesverband Sachsen)
2. Leichtgewicht bis 57 kg-Achtelfinale:
Arman Poorasghar siegt n.P. ü. Robin Grabbert (Berlin) Viertelfinale:
Arman Poorasghar verl. n. P. geg. Quendrim Hajrizi (LV NRW)

Zu 2: Roman Gerlitz hatte Gewichtsprobleme, schaffte dann zwar rechtzeitig das Limit, doch ihm fehlte diesmal die Explosivität, um seinen letztjährigen DM-Vizetitel bei den Kadetten jetzt in der Juniorenklasse zu wiederholen. Eine Schulterzerrung tat das Übrige und die Punktniederlage musste akzeptiert werden.
Zu 3.: Im Achtelfinale besiegt Arman Poorasghar den Berliner Robin Grabbert mit 3:0-Richterstimmen deutlich nach Punkten, das Viertelfinale musste er dann unglücklich nach gutem Kampf mit 2:1-Richterstimmen gegen den Westfalen Quendrim Hajrizi abgeben. Der gut konditionierte Arman Poorasghar gab wie gewohnt alles und boxte auf Augenhöhe mit. Das Urteil hätte am Ende auch anders herum lauten können. Aber Arman kann weiter gut nach vorne schauen, denn er ist jetzt in der DM-Spitze angekommen und wird seine Chancen bei den Internat. Deut. Jugendmeisterschaften im November wahrnehmen.


 

11.-18.04.       Artur Mamberger wird in die Nationalmannschaft einberufen.                                  

Ein Trainingslager in Italien fand dann seinen Abschluss in 2 Länderkämpfen                     

  in  Brindisi, die Artur beide souverän nach Punkten gegen Francesco Aiello                

und Remo Salvati (beide italien. Meister) gewann.

Am vergangenen Wochenende 09.04.16 fuhren die Uppercut Boxer

(wiederum mit weiteren Juniorenboxer aus Südhessen nach Kitzingen in Bayern sowie zu einem besonderen Event ins Kurhaus nach Bad Honnef. Das Boxturnier stand dort unter dem Motto „Ring frei für Athleten und Poeten“.

Die Ergebnisse aus Kitzingen:

Kadetten-42: Emil Kessler (MR) unentsch. geg. Konstantin Amtomov (TuS A´burg-Leider)

Jugend-52: Alina Fedtschenko (MR) siegt n.P. ü. Nicole Sawazki (TuS A´Leider) Im Bad Honnefer Kurhaus10.04.16 bestritten die Marburger Boxer Ramon Delgado, Michel Quast und Henning Grobe nur Schaukämpfe - die Veranstaltung stand unter dem Motto Boxen und Kunst.

Gießener Boxer im Gepäck des 1.BC Marburg-Lahn in Bremerhaven und Bernburg/Sachsen-Anhalt erfolgreich. Artur Mamberger startet im Nationalteam.

Zum Boxgeschehen in den Vor-/Nach-Osterntagen im März/April 2016:

Die nächsten Box-Schritte gehen dahin, die heimischen Spitzenboxer in allen Altersklassen Qualifikanten auf die kommenden Deutschen Meisterschaften vorzubereiten, die je nach den Altersklassen getrennt im April (U17), Mai (U15) und Juni (U19 durchgeführt werden.

Am vergangenen Wochenende fuhren die Gießener Boxer des 1.BC Marburg (mit zwei Juniorenboxer aus Kassel und Darmstadt) am Karfreitag zunächst zum alten Boxsportfreund Albert Fahlbusch nach Bremerhaven. Anschließend ging es nach Bernburg in Sachsen-Anhalt, wo am Samstag das 1.Gedenkturnier für den im vergangenen Jahr verstorbenen Rudi Winkler durchgeführt wurde. Der 1. BC holte hier als bestes Team den Mannschaftspokal und  der 17jährige  Herderschüler Adam Bairijew aus Gießen gewann den Pokal für den Besten Techniker.

Die Ergebnisse der Gießener Athleten aus Bremerhaven:

Junior-57:      Arman Poorasghar verl. n.P. gegen Samuel Grigorian (TuS Syke)
Die Ergebnisse aus Bernburg/Sachsen-Anhalt):'

Männer-67 kg:  Daniel Büyükbalik verl. n.P. gegen Hagen Worofka (BR Bernburg)

Junior-57:      Arman Poorasghar siegt d.TKO 3.R. ü.  Justin Flügge (SV L.-Magdeburg)
Jun-w-50:       Alina Fedscheno siegt d. TKO 2.R. ü.  Katharina Mashkov (BT Essen)

Jugend-69:     Adam Bairijew (MR) gewinnt n.P. ü.  Nikita Gül (BR Bernburg)

Während Arman Poorasghar am Freitag an der Nordsee noch höchst umstritten nach Punkten einem Heimboxer unterlag, ging er am darauffolgenden Samstag „auf Nummer sicher“, kehrte zu seinen alten Tugenden zurück, zermürbte stetig seinen Kontrahenten aus dem gastgebenden Sachsen-Anhalt und gewann in der Schlussrunde durch T.KO gegen einen erschöften und demoralisierten Justin Figge aus der Landeshauptstadt.

Auch die knapp 17jährige Alina Fedschenko tat es ihrem Vereinskameraden gleich und gewann in ihrem ersten öffentlichen Kampf gegen die Essenerin Katharrina Mashkov durch Ringrichter-Abbruch (Techn. KO) in der Schlussrunde.

Der 17jährige Adam Bairijew zeigte sich in TOP-Form und gewann hoch überlegen mit einem sauberen Infightboxen gegen den stark eingeschätzten Boxer der Gastgeber. Aber Nikita Gül besaß keinerlei Chancen. Am Ende beklatschten die Zuschauer anerkennend die großartige Leistung und Technik des Gießener Jugendboxers aus der Herderschule.

Mit großem Kampfgeist glich der 2. Gießener Weltergewichtler in der Männerklasse die gute Technik des Boxers der Gastgeber aus, doch am Ende erhielt Hagen Worofka ein kleines „Geschenk“ in Form des ausgesprochenen Punkstsieg.

Die weiteren Aktiviäten der Gießener 1.BC-Athleten im April:

02./03.04.       Turniere in Wangen und Nürnberg

09.04.:             Turnier in Kitzingen

10.04.              HBV-Kadertraining: UWV U17+U15

11.-18.04.       Artur Mamberger wird in die Nationalmannschaft einberufen. Ein  Trainingslager in Italien findet dann seinen Abschluss in einem Länderkampf    in  Brindisi

16./17.04.       Turniere in NRW+Sachsen

19.-23.04.       Juliusruh/Rügen: DM U17 (mit Roman Gerlitz, Araman Poorasghar, Michael Quast

30.04.              Hess. Mannschaftsmeisterschaft in Asch´b.-Leider: 2. Kampftag

Finale  der Hessischen Schüler-, Kadetten-, Junioren- Jugend- und Frauenmeisterschaften 2016 in Aschaffenburg
Am letzten Wochenende wurden mit den Finalkämpfen in Aschaffenburg die Hessischen Schüler- bis Jugend- sowie Frauenmeisterschaften beendet.

Die Gewinner dieser Meisterschaften qualifizieren sich dann für die überregionalen Titelkämpfe und dann für die jeweils nach Altersklassen unterteilten Endkämpfe der Deutschen Meisterschaften.
Nur in der Schüler/innen-Klasse der 10-12jährigen gab und gibt es keine über Hessen hinausgehenden Meisterschaften.
In den Altersklassen der Kadetten (Geburtsjahrgänge 2002/03), Junioren (2000/01), Jugend (1998/99) wurden die Athleten je nach Erfahrung in drei verschiedene Leistungsklassen A, B und C eingeordnet. Auch hier stellte der 1.BC MR-BoxGym Uppercut GI viele Kandidaten in der A-Kategorie, die es dann -wie in den Vorjahren recht erfolgreich- bis zu den Endkämpfen der Deutschen Meisterschaften schaffen können.
Altersklasse -Gewicht- Name - Geb.-Dat- Kämpfe: gew. - verl. - unentsch.


1. Schüler-29 Gregory Smoljaninov 04.01.05 7:3-3-1 wurde in Aschaffenburg mit einem Punktsieg über den Limburger Rafael Neubauer Hessenmeister


2. Sch-31 ,5 Liam Stark 31.12.04 8:6-1-1 musste in Asch´b.-Leider seinen Finalkampf wegen Erkrankung absagen und wurde damit Vizemeister


3. Kad-41,5 Emil Kessler 10.03.02 39:20-15-4 verlor jetzt im Finale gegen den Boxer der Gastgeber Konstantin Amtomov nach Punkten und wurde Vizemeister


4. Jun-54 Roman Gerlitz 25.04.01 34:12-17-5: Der erfahrene Ex-Deutsche Vizemeister konnte aufgrund einer Blinddarm-OP nicht an der HM teilnehmen, ist aber für die Südwestdeutsche und danach Deutsche Meisterschaft im April qualifiziert, wenn er rechtzeitig wieder fit ist.

 

5. Jun-57 Arman Poorasghar 17.07.00 19:12-6-1 gewann bereits in MR am 21.03. das A-Kategorie Finale gegen den Kasseler Steven Mundt (BSV 93) und ist damit für die Deutsche

Meisterschaft im April qualifiziert.

 

6. Jun-66 Noah Lischka (07.01.01) 13:6-7: verlor im Halbfinale in Bensheim gegen den Kostheimer Niklas Bertsch und belegte damit den Bronze-Platz

 

7. Jun-75 Michael Quast (05.08.00) 2:2-0 wurde nach seinem Halbfinalsieg in MR kampflos Hessenmeister in der B-Kategorie, weil sein Aschaffenburger Gegner krankheits-bedingt absagen musste.


8. Jug-69 Artur Mamberger (10.01.98) 87:65-15-7: Für den zweifachen EX-Vize-EM und Deutschen Meister fand sich in Hessen kein adäquater Gegner


9. Jug-69 Adam Bairijew (25.09.98) 67:32-32-3 Auch für Arturs Vereins- und Gewichtsklassenkamerad fand sich nach seinem klaren Halbfinalsieg in MR (wir berichteten!) über den Oberurseler Bedirhan Arslan nur dieser Gegner, der gegen ihn im Finale in Asch´burg angetreten wäre. Bairijew verzichtete und nahm stattdessen an einem internationalen Vergleichskampf im pfälzischen Alzey teil. Er gewann dort gegen den starken Polen Oscar Gajszowski (DOSB Wroszlaw) sehr verdient nach Punkten.

 

10. Jug-weibl.-51 Alina Fedtschenko (31.03.99) 0 blieb in Hessen bisher leider kampflos


11. Frau-75: Anastasia Bogdanov (07.12.97) 12:9-2-1 wurde -erstmals in der Frauenklasse startend- Hessische Vizemeisterin

 

Die nächsten Kampftage für die Gießener Boxer/innen:

Samstag, 12.03. Turnier in Duisburg/Blocktraining mit Saalfelder und Böblinger Boxer/innen

Karfreitag, 25.03. Kampftag in Bremerhaven

Sa, 09.04. Turnier in Kitzingen sowie DM-Vorbereitungslehrgang U15/U17

Marburger mit Giessener beteiligung beim Max-Schmeling-Gedächtnisturnier in Erfurt erfolgreich

Die Kämpfe in Erfurt:
1. Papiergewicht bis 30 kg:
Liam Stark siegt 3:0 n.P. über Daniel Ermolaev (ISK Halle)

2. Kadetten-Papiergewicht bis 40 kg:
Emil Kessler siegt 2:1 n.P. über Julian Vogel (ISK Halle)

Samstag, 09.01.2016: Neujahrs-Boxmeeting des I.BC MR in 35039 Marburg, Boxzentrum Friedrich-Ebert-Str. 19; Beginn: 15h mit Vorkämpfen, 18.00h mit Hauptkämpfen; Waage: 12-12.30h;
Mit vielen Gießener Athleten, die im Trikot des 1.BC MR starten

Abendprogramm ab18:15 mit Gießener Beteiligung:

Hauptkämpfe

     Schüler:                                        

            -30:      Liam Stark (Gießen, BoxGym Uppercut)     T.KO-S.2.R.   Adrian Blüchel (KB)

In seinem ersten Kampf stand der Korbacher Junge von Beginn an auf verlorenem Posten. Er wurde technisch sauber vom erfahrenen Gießener Hessenmeister ausgeboxt. Als im Mitteldurchgang die Treffer härter wirkten, brach das Kampfgericht den Kampf rechtzeitig ab.

Kadetten:

            -40:      Marcel Mangold (Simmern)               3:0-PS ü.         Emil Kessler (Gießen, BG U)

In der nächst höheren Gewicht der gleichen Alterssklasse wurde der amtierende Deutsche Meister aus Gießen doch ob der unbändigen Kampfkraft des Rheinländers etwas überrascht. Marcel Mangold brachte noch tolerable 2,0 kg mehr auf die Waage und konnte seine Reichweiten-Vorteile gewinnbringend einsetzten. So sehr sich auch Emil bemühte: das war nicht sein Tag, um in die Halb distanz einzudringen und Siegpunkte zu sammeln.

Jugend-Junioren-Kadetten:

            Jug-69: Adam Baiirijew (Gießen)                  T.KO-S.3.R.   Adin Burakovic(MBRHamm)

In der 17-18jährigen Jugendklasse hatte der Gießener 2,5 kg Gewichtsvorteile, die er auch gegen den technisch versierten NRW-Boxer im Lauf des Gefechts -auch aufgrund besserer Konditionswerte- immer wirkungsvoller einsetzen konnte. Mit hervorragenden Schlagkombinationen im Infight wie auch mit Schlagverbindungen auf der Distanz zermürbte Adam Bairijew seinen Kontrahenten aus Hamm immer mehr, so dass im Schlussdrittel des Fights abgebrochen werden musste.

      Jun-57: Arman Poorasghar (Gießen)       3:0-PS ü.         Kevin Mangold (Simmern)

Mit seiner altbekannten Devise, “Angriff ist besser als Verteidigung”, hatte der konditionsstarke Gießener erneut Erfolg. In allen drei Runden kontrollierte er so den Kampf und machte -seinen rheinländischen Gegner in die Defensive drängend- an den Seilen die nötigen Punkte zum knappen, aber einstimmigen Punktsieg.

      Jun-54: Khaled El-Yarby (JM-BC-HLG)            3:0-PS ü.         Roman Gerlitz (Gießen)

Hier traf ein Deutscher Vizemeister auf einen Dritten in der höheren Gewichtsklasse. Am Neujahrs-Boxtag stimmte nun das Gewicht beider noch wachsender 14jähriger Athleten überein und der Kampf wogte auf hohem Niveau hin und her. Im Verlaufe der 3 Runden setzte sich aber die technische Kompetenz des Niederrheiners immer mehr durch. Khaled El Yarby erhielt am Ende den Punktsieg und den Pokal für den Besten Techniker zugesprochen.

      Jug-69: Daniel Büyükbalik (Gießen)       3:0-PS ü..        Max Reband (BC Simmern)

In einem Kampf auf “Biegen und Brechen” wechselten ständig die Vorteile. Der Gießener hatte aber in den ersten beiden Runden leichte Vorteile, die ihm am Ende -unter Regie des Gießene Coaches Eugen Mamberger- einen zwar knappen, aber einstimmigen Punktsieg, einbrachten.

      Frau-72 (WKS):

            Anastasia Bogdanov (Gießen) T.KO-S.2.R. (Verletzg.) ü. Anna Bogdanova (PSV Ffm)

Die Deutsche Meisterin der Jugendklasse ist in diesem Jahr in die Frauen-Eliteklasse eingetreten und absolvierte dort ihren ersten Kampf in dieser Altersklasse. Nach einem Abtasten in der 1.R. verletzte sich die Mainstädterin unglücklich an der Nasenscheidewands-Schlagader, so dass sie auf Anraten von Ringarzt Dr. Alfred Cassebaum den Kampf beenden musste.

Hessischer Mannschaftsmeister 2015 wurde erneut der 1.BC


Am Samstag, dem 28.11. stand in FFM der 5. und letzte Kampftag der diesjährigen Hessischen Mannschaftsmeisterschaft auf dem Programm. Das Team des 1.BC Marburg hatte als letztjähriger Meister 2013 und 2014 etwas überraschend erstmals am vorletzten Kampftag die Tabellenspitze erobert und diese nun im Finale im Stadtteil Nied verteidigt.

Hier die Kämpfe der heimischen Boxer, die im Trikot des 1.BC MR in der Mainmetropole antraten und damit entscheidende Punkte sammelten (für die heimischen Spitzenathleten Meilinger, Diallo, Miroyan, Mamberger, Bairijew u. Dwomoh standen wiederum keine -bezahlbaren- Gegner mit vergleichbarer Leistungsfähigkeit zur Verfügung):
1.Schüler-Papiergewicht bis 40 kg:
Emil Kessler (Giessen/1.BC MR) siegt n.P. ü. Miljan Cumic (BC Kostheim)
2.Schüler-Papiergewicht bis 32 kg:
Liam Stark (Giessen/1.BC MR) siegt n.P. ü. Umut Saritag (TuS A´Leider)
3.Schüler-Papiergewicht bis 30 kg:
Gregory Smoljaninov (Giessen/1.BC MR) verl n.P. geg. Rafal Neubauer (BR Condor Limburg)
4. Junioren-Leichtgewicht bis 57 kg:
Arman Poorasghar (Giessen/1.BC MR) siegt n.P. ü. Khaled El Jarbi (Velbert)
5. Männer-Halbschwergewicht bis 81 kg:
Henning Grobe (1.BC MR) verl. n.P. geg. Tim Mallet (PSV Ffm)
6. Männer-Mittelgewicht bis 75 kg:
Lukas Brauschke (1.BC MR) siegt n.P. ü. Mihalis Davis (SG Egelsbach)
7. Männer-Schwergewicht bis 91 kg:
Sebastian Krautwald (1.BC MR) siegt n.P. ü. Avni Selimi (CSC FFM)
8. Frauen-Mittelgewicht bis 72 kg:
Mandy Schulze (1.BC MR) verl.n.P. geg. Anna Bogdanova (PSV GW FFM)
Bei den Schülern traf der heimische Deutsche Meister der Kadetten-Altersklasse (Geburtsjahrgang 2002) auf den starken und vor allem mutigen Kostheimer Miljam Cumic (Jg. 2003). Da der Altersunterschied lediglich 8 Monate betrug, war ein offizieller Kampf über die Schüler-Distanz von 3x1min möglich. Der schon an die Distanz der Kadetten (3x2min) gewöhnte Marburger schaffte diesmal die Umstellung auf die kürzere Distanz. Kessler kontrollierte das Boxgeschehen, zeigte sich wegen seiner Erfahrungsvorteile im Gegenangriff bewusst zurückhaltend und gewann eintimmig nach Punkten.
In einem der besten Juniorenkämpfe des abendlichen Hauptprogramms kam es zur Revanche zwischen Aram Poorasghar und dem extra aus Velbert angereisten 3.DM Khaled El Jarbi. Poorasghar ließ sich nicht von seiner Marschroute abdrängen und lies dem Velberter vom ersten Gong bis zu den Schlusssekunden keine Verschnaufpause, attackierte ohne Unterbrechen, so dass El Jarbi nur noch wenig entgegensetzen konnte. Seine Punktniederlage war am Ende nicht mehr überraschend.
 Im ewiglichen Duell zwischen dem Limburger Rafal Neugebauer und dem Marburger Miniboxer Gregory Smoljaninov in der jüngsten Alters- und niedrigsten Gewichtsklasse bis 28 kg. In der gleichen Alterklasse bis 30 kg war dagegen Hessenmeister Liam Stark in hervorragender Form und boxte seinen Aschaffenburger Kontrahenten Umut Saritag klassisch aus. Im Weltergewicht der Männer zeigte sich Lukas Brauschke aus Neustadt gut trainiert und war konditionell deutlich überlegen. Mit seinem Punktsieg über Mihalis Davis (SG Egelsbach) gewann Brauschke noch deutlicher als am vorletzten HMM-Kampftag am 10.10.15 gegen den gleichen Gegner.


Der 1.BC MR mit Uppercut Beteiligungeroberte als Titelverteidiger der beiden Vorjahre die Tabellenspitze zurück und es gelang diese am letzten Kampftag am 28.11.2015 in FFM -in der „Höhle des Löwen“- zu halten.